Eine Torte für Weihnachten 2023: Diese Kreationen werden in Neuruppiner Café geboten

Konditorin Annika Grade vom Café Ruppiner Feingebäck in Neuruppin hat sieben Weihnachstorten kreiert.
Jens KarraßMit der Adventszeit verbinden viele Menschen Stollen, Zimtsterne und Pfefferkuchen. Die Cafés und Konditoreien in Neuruppin haben aber weitaus mehr zu bieten. Im Sortiment sind weitere Dinge, die thematisch in die Weihnachtszeit passen. Wir haben uns die Angebote und die Preise genauer angesehen.
Vorab ein Blick in die Geschichte: Die ersten bekannten Rezepte für Cremeschnitten erschienen um das Jahr 1650 bei François–Pierre de La Varenne, der als der bedeutendste französische Küchenchef des 17. Jahrhunderts gilt. Die meisten heute bekannten Sahne–, Schokoladen– und Cremetorten entstanden erst im 19. und 20. Jahrhundert.
Torten–Vielfalt im Café Ruppiner Feingebäck
Das Café Ruppiner Feingebäck wirbt mit einem vielfältigen Kuchenangebot und der Verwendung gesunder Zutaten. So wird unter anderen auf Butter, Zucker und Gelatine verzichtet. Für die Wintersaison hat das Café sieben festliche Torten mit typisch weihnachtlichem Flair kreiert — in den Varianten Birne–Zimt, Baumkuchen, Bratapfel, Lebkuchen, Pflaumen–Marzipan, Schokoladen–Wintertorte und Spekulatius.

Diese sieben Torten-Varianten gibt es: Birne-Zimt, Baumkuchen, Bratapfel, Lebkuchen, Pflaume-Marzipan, Schokowinter und Spekulatius.
Jens KarraßDie Lebkuchentorte punktet mit einer Mischung aus Lebkuchengewürz mit Zimt, Nelken und echten Lebkuchenstückchen, Joghurt und Kirschfüllung. Eine Prise Pfeffer sorgt für den besonderen Kick.
„Die Schokowintertorte zeichnet sich durch die Zugabe einer kleinen Menge von fünf Gramm Lebkuchengewürz aus“, verrät Konditorin Annika Grade. Das verleihe der reichhaltigen Schokoladentorte eine feine Note. „Auf Wunsch kann die Torte auch mit Mandarinen oder anderen Früchten kombiniert werden.“ Eine Option, die bei allen Torten aus dem Sortiment möglich ist.

Annika und Peter Grade
Jens KarraßAls Annika Grade das Café im Jahr 2019 übernahm, lagen die Tortenpreise bereits bei 34 Euro. „Das haben wir sofort geändert. Alle Preise wurden runtergesetzt. Seitdem halten wir sie, egal ob Corona oder die anderen Krisen der letzten Jahre.“
Die Aktion mit dem Preis von 24,50 Euro pro Torte wurde bis Ende Oktober 2024 verlängert. Während der Weihnachtsaktion (vom 5. bis 26. Dezember) kostet jede Torte beim Café Ruppiner Feingebäck nur 20 Euro. „Wir haben die Aktion gestartet wegen Corona 2020. Die Leute hatten durch die Kurzarbeit weniger Geld“, erzählt Peter Grade.
Die Erhöhung der Mehrwertsteuer von 7 auf 19 Prozent wird auf die Preise keinen Einfluss haben. „Wir werden auch 2024 unsere Preise nicht erhöhen“, betont Peter Grade. Auf der Suche nach Einsparmöglichkeiten wurde ein großer Posten ausgemacht: das Verpackungsmaterial. Früher gaben sie dafür zwischen 10.000 und 14.000 Euro im Jahr aus. Um Kosten zu sparen, werden nun keine Servietten mehr auf dem Teller angeboten. Auf Verpackungen wird ganz verzichtet. Die Kunden werden ermutigt, ihre eigenen Kuchenbehälter mitzubringen.
„Für Touristen und diejenigen, die keinen eigenen Behälter haben, ist die Verpackung als Ausnahme weiterhin erhältlich, allerdings zum Preis von drei Euro“, sagt Annika Grade. Das rege die Kunden zum Nachdenken an. Dieser Ansatz soll die Aufmerksamkeit darauf lenken, „dass teure Faktoren oft andere sind, als man denkt“. „Die lokale Gemeinschaft unterstützt unsere Bemühungen aktiv. Wir senken die Preise und die Einheimischen ziehen mit“, freut sich Peter Grade.
Handgemachtes im Café Huth
Die Mehrwertsteuer ist auch für das Team vom Café Huth Thema. „Wir fragen uns, ob unsere Kunden trotzdem zu uns kommen oder ob sie eher zum Discounter gehen, um bei Brot und Brötchen zu sparen“, bemerkt Josephine Huth, Tochter eines Konditormeisters. „Unsere Produkte sind handgemacht. Das sieht man auch daran, dass sie mal größer und mal kleiner ausfallen — je nachdem, wie viel Schwung der Bäcker hat“, sagt die gelernte Hotelfachfrau.

Die Marzipan-Torte erstrahlt in festlichem Gewand. Auf Bestellung werden auch alle anderen Torten zu Weihnachtsträumen.
Jens KarraßIm Café Huth findet sich eine reiche Auswahl an handgefertigten Köstlichkeiten — zur Adventszeit auch kleine Präsente, liebevoll verpackt und gefüllt mit süßen Versuchungen. Winterliche Kreationen sind der Winterapfel– oder Winterkirschkuchen (im Café 2,20 Euro pro Stück) mit einer Prise Zimt. Die Torte aus Marzipan erstrahlt in einem festlichen Gewand. Auf Bestellung werden auch alle anderen Torten zu Weihnachtsträumen — sei es die Rudolph–Torte oder die mit den Figuren von Weihnachtsmann und Co., die als süße Marzipan–Figuren aufgesetzt werden. Josephine Huth: „Torten kosten bei uns um die 40 Euro. Bei aufwendigerer Dekoration auch ein paar Euro mehr“.

Josephine Huth, ausgebildete Hotelfachfrau und Tochter eines Konditormeisters, führt mit Leidenschaft das Café Huth.
Jens KarraßDie Backstube sei gleich über den Hof. „Alles kommt von hier. Und Handwerk kostet eben etwas. Aber wir sind überzeugt, dass Qualität und Individualität ihren Preis wert sind.“ Sie hoffe, „dass unsere Kunden das zu schätzen wissen.

