Tourismus: Es kommen wieder mehr Gäste ins Resort Mark Brandenburg nach Neuruppin

In der Therme vom Ressort Mark Brandenburg in Neuruppin dürfen mittlerweile auch wieder Tagesgäste vorbeischauen.
Nils Hasenau„Der Betrieb ist angelaufen, die Prognosen sehen gut aus“, so Hinze. Langsam wird das Hotel immer voller. „Endlich kommt wieder Resort–Flair auf.“ Dieser Trubel habe allen gefehlt. „Und wenn wir nur eine Belegung von 30 oder 40 Prozent haben, will er auch nicht wirklich aufkommen.“ Die Buchungszahlen im Resort liegen mittlerweile darüber. Seit dem 10. Juni hat das Hotel wieder geöffnet. „Wir sind bei Null gestartet“, sagt Kenneth Hinze. „Im Juli sieht es super aus. Wir haben 50 Prozent Belegung — und der Monat hat erst begonnen.“ Bei den normalen Zahlen ist das Resort aber noch nicht angekommen: 70 bis 80 Prozent Belegung waren es in Durchschnitts–Sommermonaten.
Kurzfristige Buchungen
Doch der momentane Wert kann sich auch noch verbessern, denn das Buchungsverhalten der Menschen sei derzeit ein anderes als sonst, bestätigt Hinze. „Die Leute buchen sehr kurzfristig“, erklärt er. Ein bis zwei Tage vorher würden nun oft Reservierungen ins Haus flattern. Außerdem würde es auch mehr spontane Gäste geben, die einfach vorbeikommen und nach einem Zimmer fragen. „Da waren wir selber überrascht“, sagt Kenneth Hinze. Früher mussten solche Anfragen meist abgewiesen werde, weil das Haus voll war. Nun haben solche Urlauber gute Chancen.
Ein Trend aus den ersten Tagen der Hotel-Öffnung im Juni hat sich mittlerweile bestätigt: Die Besucher bleiben länger als sonst im Resort. Waren es früher zwei, drei Nächte, ist es jetzt auch mal eine Woche. Kenneth Hinze erklärt sich das auch damit, dass die Unterkünfte an der Ostsee voll sind. Die Urlauber suchen nach Ausweichmöglichkeiten. Und selbst die Zaghaften, die sich unsicher waren, ob sie in diesem Jahr in den Urlaub fahren sollen, wollen nun raus aus den eigenen vier Wänden. „Einige Stammgäste waren aber seit der Wiedereröffnung sogar schon mehrfach hier bei uns“, so der Hotel–Sprecher.
Regeln gut angenommen
Mit den neuen Hygiene– und Abstandsregeln im Resort würden die Besucher gut klarkommen, bestätigte Hinze. „Das Feedback ist generell positiv.“ Gerade bei den Tisch–Zeiten im Restaurant würden viele Gäste auch Vorteile sehen. „Da gab es ja immer Stoßzeiten, wo besonders viele essen wollten“, sagt Kenneth Hinze. Nun würde sich der Ansturm anders verteilen. „Und jeder kann auch wirklich gleich seinen Tisch bekommen — manchmal sogar den Wunschtisch.“
Beim Start Mitte Juni hat das Resort für seine Gäste noch das Frühstück auf Etageren angeboten. „Da haben wir nur eine Woche gemacht“, so Hinze. Die Gäste hätten das ganz gut gefunden. Für die Küche habe dieser Service aber einen immensen Mehraufwand bedeutet. „Es gab viele Extra–Wünsche, dann mussten sich die Kollegen noch einmal bemühen.“ Dadurch sei es auch zu Wartezeiten gekommen. Mit einem Sonderantrag und einem Hygienekonzept durfte das Resort schließlich wieder zum Frühstücksbüfett zurückkehren. „Da darf jetzt nur eine bestimmte Anzahl an Personen im Raum sein, und es stehen Desinfektionsspender bereit.“
Normalbetrieb in der Therme
In der vergangenen Woche ist nun auch in der Therme wieder ein Normalbetrieb eingekehrt. Tagesgäste dürfen diese wieder nutzen (wir berichteten). „Unsere Gäste fanden es zu Beginn aber auch toll, dass sie noch mehr Platz haben als sowieso schon“, sagt Kenneth Hinze. In der Therme gebe es aber schon immer ein „Wohlfühllimit“, was die Besucherzahlen angeht. In den ersten Wochen nach der Wiedereröffnung des Resorts durften dennoch nur die Hotelgäste in die Therme. „Wir mussten uns auch finden und schauen, wie das alles ablaufen kann“, so Hinze.
Nachfragen, wann die Therme endlich wieder für alle geöffnet ist, habe es aber während der gesamten Zeit gegeben, sagt Kenneth Hinze. Ein paar Details wurden nun für alle Gäste verändert. Unter anderem müssen diese vorab online ein Thermen–Ticket buchen. „Das kommt uns auch wegen der Dokumentationspflicht entgegen“, erklärt Hinze. Denn schon beim Kauf der Karte müssten Gäste Namen und Adresse angeben — eine der neuen Corona–Regeln, die das Resort derzeit einhalten muss, ist damit schon von selbst eingehalten.