Tradition: Nicht nur reine Männersache

Angelegt: geschossen wurde mit Kleinkalibern und Luftgewehren. Foto: Jürgen Rammelt
Jürgen RammeltNeben der Mannschaft des Veranstalters, der Gilde, waren Vertreter des Ortsvereins der Angler und der einheimischen Feuerwehr der Einladung gefolgt. Aus jeweils zehn Schützen bestand ein Team. Geschossen wurde mit dem Kleinkaliber– und dem Luftgewehr. Mit der ersteren Waffe waren zweimal zehn Schuss auf einer 50 Meter entfernten Scheibe zu platzieren und mit dem Luftgewehr zweimal fünf Schuss auf einer Zehn–Meter–Bahn ins Ziel zu bringen.
In die Wertung kamen die Ergebnisse der jeweils vier zielsichersten Schützen. Das beste Ergebnis erzielte die Mannschaft der Schützengilde, die mit 1015 Ringen den Wettbewerb siegreich beenden konnte. Die Feuerwehr landete mit 974 Ringen auf dem zweiten Platz vor den Anglern, die auf 858 Ringe kamen. Bester Schütze wurde Jürgen Schmidt von der Schützengilde.
Aus Sicht von Christine Höhne, die die jeweiligen Scheiben auswertete und die Treffer zählte, geht das Ergebnis in Ordnung. „Natürlich sind wir Schützen in der Favoritenrolle, obwohl auch schon mal ein anderes Team den Pokal gewonnen hat“, erklärte sie. „Würden wir an einem Wettbewerb der Feuerwehr teilnehmen, wäre es doch ebenso peinlich, wenn nicht die Kameraden, sondern wir die Besseren wären. Insgesamt gab es beim Pokalwettkampf 32 Teilnehmer. So viele wie noch nie. Darunter waren auch einige Frauen. Wer wollte, konnte außerhalb der Wertung mit der Pistole seine Zielsicherheit unter Beweis stellen. 16 Teilnehmer machten davon Gebrauch. Wie immer bei solchen Treffen, war die Stimmung unter den Teilnehmern prächtig.
Die 1991 gegründete Sport– und Schützengilde Flecken Zechlin zählt derzeit 25 Mitglieder. Vereinsvorsitzender und Präsident ist Jörg Hoffmann. Die Schützen verfügen seit vielen Jahren über ein eigenes Vereinsgelände. Im kommenden Jahr, 2021, will der Verein groß sein 30–jähriges Bestehen feiern.