Trink- und Abwasser: TAV Lindow-Gransee investiert in neue Leitungen

Der TAV investiert in sein Netz (Symbolfoto).
Gerrit FreitagUnter anderem sei geplant, 450 000 Euro in die das Trink- und Abwassernetz Lindows zu investieren. Zudem sind Leitungen für Strubensee sowie ein Wasserwerk für Keller vorgesehen. Für den Anschluss der Bungalowsiedlungen am Vielitzsee ans Abwassernetz sind laut Hollin indes noch keine Mittel eingeplant. „Wir warten da noch auf einen Fördermittelbescheid“, so der Sozialdemokrat. Da die Anschlüsse der Ferienhäuser im Umfeld des Sees als ein Schritt zur Rettung des Gewässers betrachtet werden, gibt es die Aussicht, dass das brandenburgische Umweltministerium das Vorhaben bezuschusst. Die Sanierung des Vielitzsees ist vom Land schließlich als Pilotprojekt erkoren worden (wir berichteten).
Laut Hollin hat der TAV in seinem Jahresabschluss für 2018 Erlöse in Höhe von fast zehn Millionen Euro erwirtschaftet und einen Jahresgewinn in Höhe von knapp 400 000 Euro erzielt. Der Verband habe in jenem Jahr ein Volumen von 1,36 Millionen Kubikmeter Trinkwasser gefördert. Das Anlagevermögen belaufe sich auf 57 Millionen Euro.
Sauer stößt Rainer Hollin auf, dass die Verbandsmitglieder des TAV oftmals Entscheidungen träfen, die nicht im Sinne Lindows seien. Die Kommunen Rheinsberg und Gransee würden gemeinsam eine Mehrheit in der Verbandsversammlung bilden und häufig ähnliche Ziele verfolgen. „Es ist schaden, dass sie uns da ein bisschen zerreiben“, so Hollin.
Der Servicebetrieb Rheinsberg (SBR), der die Trink- und Abwasserversorgung der Prinzenstadt regelte, ist 2015 mit dem TAV fusioniert.