Trockenheit: Einbußen bei der Ernte sind absehbar

Beim Getreide werden die erwarteten Verluste wohl geringer ausfallen als beim Mais.
Martin RiskenFür das Luch hätte das spürbare Folgen. „Wenn vom Ruppiner See kein Wasser mehr kommt, trocknen die Gräben in absehbarer Zeit aus. Das ist für die Lebewesen dort problematisch, also vor allem für die Amphibien und Kleintiere im Moor, das wir versuchen aufzubauen“, sagt Rhinmilch-Geschäftsführer Hellmuth Riestock. Auch für die Ernte der Agrarbetriebe im Rhinluch, in dem auch Riestocks Betrieb sitzt, hätte es Auswirkungen. "Bei uns ist die Hauptkultur der Mais, der kurz vor der Blüte steht. Das ist gerade die Phase, in der die Pflanze richtig viel Wasser benötigt“, sagt er. Bleibt dieses aus, drohen immense Verluste. Etwa 14 Tage lang würden die in den Gräben gespeicherten Reserven noch reichen. „Danach tut es richtig weh“, so der Rhinmilch-Geschäftsführer. Zumal der Mais danach noch immer rund zwei Wochen bis zur vollen Ausbildung der Kolben benötigt. Für die restlichen Feldfrüchte hingegen seien die Folgen noch zu verschmerzen, obwohl es auch dort geringere Erträge geben werde, glaubt Riestock.
Starke regionale Unterschiede
Auch abseits des Rhinluchs haben Agrarbetriebe mit der Trockenheit zu kämpfen. Maria Mundry wird als Geschäftsführerin des Kreisbauernverbands als eine der ersten mit den Problemen der Landwirte konfrontiert. Die sind aber nicht überall gleichmäßig ausgeprägt. „Es gibt sehr große regionale Unterschiede“, berichtet sie. Im Raum um Neustadt etwa sei die Lage eine völlig andere als in Wittstock. „Dort oben hat es zwar auch geregnet. Weil es dort aber sehr leichte Böden sind, hat das nicht viel geholfen.“ Je nachdem, welche Pflanzen auf den Feldern angebaut werden, hat sich der fehlende Niederschlag unterschiedlich ausgewirkt. "Die ersten beginnen jetzt schon, die Wintergerste zu dreschen. Die ist in diesem Jahr wenigstens zwei Wochen eher reif als sonst.“
Die Ernte werde durch die ausbleibende Feuchtigkeit geringer ausfallen. „Ähnlich sieht es auch beim Roggen aus.“ Vielerorts habe auch der Regen, der vor wenigen Tagen in der Region niederging, wenig gebracht. „An manchen Orten haben der Weizen und der Mais dadurch einen Schuss gemacht. Viele haben mir aber berichtet, dass sie nichts von den Niederschlägen hatten“, so Mundry. Beispielsweise habe es beim Grünland, also dem Anbau von Heu und Grassilage, Einbußen von bis zu 30 Prozent gegeben. Einige Landwirte haben auch schon angedeutet, dass sie erneut Hilfen benötigen würden. "Es kann ja aber nicht das Ziel sein, jedes Jahr um staatliche Unterstützung zu bitten“, meint Mundry.
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Infokästen haben ab sofort keinen blauen Punkt vorne, sondern nur einen gefetteten Anlauf. Und am Ende steht ein Kürzel.⇥kürzel