Trockenheit
: Kritische Pegel auf Ruppiner Seenkette fast erreicht

Wegen fehlender Niederschläge müssen bald die Abflüsse des Ruppiner Sees gedrosselt werden.
Von
Siegmar Trenkler
Neuruppin
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Nur noch zehn Zentimeter dürfen die Pegel im Ruppiner See fallen, bevor der Abfluss ins Rhinluch entscheidend gedrosselt werden muss.

dpa/Patrick Pleul

Aus dem Ruppiner See fließt das Wasser in Richtung Kremmen weiter, wird aber durch den Rhinkanal auch in Richtung Fehrbellin und Lentzke geleitet. Das Drosseln der Abflüsse hat nicht nur Auswirkungen auf die Landwirtschaft.  Sollte der Abfluss dafür gedrosselt oder gesperrt werden, gibt es für die Region gleich zwei entscheidende Konsequenzen. Einerseits würde der Landwirtschaft das Wasser fehlen. mit dem die Felder bewässert werden. Andererseits könnten auch der Torfkörper im Luch sowie das verzweigte Grabensystem austrocknen, was katastrophale Auswirkungen auf das dortige Ökosystem hat. Schon im vergangenen Jahr waren im Sommer die Gräben so weit ausgetrocknet, dass dort alle Fische verendeten.

Der Grundwasserzustrom, den es überall gibt, reicht Lettow zufolge gerade dafür aus, die Verdunstung der Seen auszugleichen. „Bei den hohen Temperaturen und der großen Sonnenscheindauer verlieren wir bei den Pegeln auf den Seen derzeit etwa fünf Millimeter pro Tag. Die in vergangenen Jahren praktizierte Lösung, Wasser über Wolfsbruch aus Mecklenburg–Vorpommern einzuleiten, steht nicht zur Verfügung. „Die Müritz wurde über den Winter nicht aufgefüllt“, erklärt Lettow.

Einzig rings um den Rheinsberger Rhin sieht die Situation besser aus. „Dort haben die Gewässer in diesem Jahr mehr Niederschläge abbekommen.“ Eine Sperrung für Sportboote stehe deswegen nicht ins Haus. „Wie lange das Wasser dort reicht, kann man aber nicht sagen.“