Reger Betrieb herrschte am Sonnabend bei den gut 20 Anbietern, die sich am Herzberger Dorftrödel beteiligten. Wer etwas im Keller, Schuppen oder auf dem Dachboden vermutete, das für den eigenen Gebrauch aus verschiedenen Gründen nicht mehr taugte, hatte nachgesehen und war meist fündig geworden.

Trödelhof im Ort

Manuela und Sven Jantos, die ohnehin mit einem Trödelhof im Dorf präsent sind, nahmen die Gelegenheit wahr und stellten einige Tische mit ihren Angeboten auf die Grünfläche vor dem Gebäude. Als Verkäufer für das besondere Ereignis hatten sie sich den Profi „Sven aus dem Havelland“ dazugeholt, der mit flotten Sprüchen das Publikum zum Zugreifen animierte. Vor allem Dinge aus DDR-Zeiten, von der Autorennbahn bis zum Eierbecher, seien sehr gut weggegangen, freute sich Manuela Jantos.

Kinderkleidung und Spielzeug

Familie Steinberg verkaufte Kinderbekleidung und Spielzeug. Der eigene Nachwuchs sei fast erwachsen. Interesse am rosaroten Barbiemobil von einst ist nicht mehr vorhanden. Dafür fanden es die Knirpse von heute richtig gut.

Erfolgreicher Marktbummel

Lorenz Wulkow aus Beetz schlenderte mit seiner Begleiterin von Stand zu Stand und sah sich alles genau an. „Ich habe heute schon ein paar Brettspiele, einen schönen alten Fischtopf und etwas Kleidung gekauft“, freute er sich über den erfolgreichen Marktbesuch.

Verkaufserlös für die Kinder

Am Stand von Familie Missal verkaufte Mutter Christin „vor allem Sachen, die die Kinder nicht mehr brauchen“. Auch eine Transportbox für mittelgroße Hunde war im Angebot. Den Erlös aus der Kinderzimmer-Entrümpelung bekam dann auch folgerichtig der Nachwuchs.

Freiluft-Antiquitätenladen

Bei Marcus Wendlandt war der gesamte Hof eine Art Freiluft-Antiquitätenladen. Vom Trabi- über das Traktorteil und zu einer Vielzahl von Spielzeugen reichte die Palette der offerierten Gegenstände. Mit dem Erlös sei er zufrieden, sagte Wendlandt.

Stiefel für die Wildbeobachtung

Fündig wurden Mutter Christel Riege und ihre Tochter Gaby aus Lindow. Jede der beiden Frauen hielt ein paar sehr robuste und hochschaftige Stiefel in Händen. Die ganze Familie liebe die Jagd und das Beobachten der Natur, erzählte Gaby. Bei der letzten Wildbeobachtung habe ein anderes paar Stiefel endgültig den Geist aufgegeben. Um aus einiger Entfernung die Hirschbrunft beobachten zu können, hatte sie unwegsames Gelände passieren müssen. Die neuen Stiefel seien sehr robust, freuten sich Mutter und Tochter.