Umweltverschmutzung in Neuruppin: Müllsünder verschmutzt Straße mit Öl - welche Strafe droht dem Verursacher?

Ein Neuruppiner hat Flasche mit Altöl im Hausmüll entsorgt. Dadurch wurde eine Straße verschmutzt. Nun droht eine hohe Strafe. (Symbolbild)
Bodo MarksEin 56-jähriger Neuruppiner hat eine Plastikflasche mit Altöl in seinem Hausmüll entsorgt. Als der Hausmüll am Freitag, 4. Februar, gegen Mittag von der AWU abgeholt wurde, platzte die Flasche durch die im Fahrzeug integrierte Müllpresse. Das Altöl lief auf die Lönsstraße in Neuruppin. Dadurch wurde die Fahrbahn auf einer Länge von etwa 20 Metern verschmutzt. Das Altöl drohte durch den einsetzenden Regen in das Erdreich, sowie die Kanalisation einzudringen. Zur Reinigung der Fahrbahn wurde der Stadtservice Neuruppin informiert und durch diesen eine externe Firma beauftragt. Es kam zu keinen Verkehrsbeeinträchtigungen. Eine Gefahr für den Straßenverkehr bestand laut nicht.
Wo Altöl entsorgt werden kann
Ein Liter Altöl kann eine Million Liter Trinkwasser verschmutzen. Deshalb ist es strafbar, diesen und andere Schadstoffe im Hausmüll zu entsorgen. Wer Altöl illegal lagert, ablagert oder behandelt, zahlt je nach Menge und Bundesland zwischen 25 und 25.000 Euro. Für das Einleiten von Mineralöl in oberirdische Gewässer drohen bis zu 50.000 Euro Bußgeld. Wer Öl ins Grundwasser einleitet, muss je nach Bundesland mit einem Bußgeld von bis zu 100.000 Euro rechnen. Privatpersonen können Altöl in haushaltsüblichen Mengen von einigen Litern in Geschäften abgeben, die Öl verkaufen – beispielsweise Bau- und Fachmärkte. In Ostprignitz-Ruppin können Öl und andere Schadstoffe zudem beim Schadstoffmobil abgeben werden. Den Tourenplan gibt es im Internet.
