Unfall in Neuruppin
: Frau schwer verletzt, Gaffer stören Rettungskräfte

In Neuruppin ist eine Frau bei einem Unfall schwer verletzt worden. Besonders ärgerlich für die Feuerwehr waren Gaffer, die den Einsatz störten.
Von
Christian Bark,
Christian Guttmann
Neuruppin
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Bei einem Verkehrsunfall in Neuruppin ist die Beifahrerin eines Audi schwer verletzt worden. Feuerwehr und Rettungskräfte brauchten eine Stunde, sie aus dem Wrack zu befreien. Gaffer behinderten die Rettungskräfte.

Bei einem Verkehrsunfall in Neuruppin ist die Beifahrerin eines Audi schwer verletzt worden. Feuerwehr und Rettungskräfte brauchten eine Stunde, sie aus dem Wrack zu befreien.

Christian Guttmann
  • In Neuruppin prallte ein Audi A5 mit hoher Geschwindigkeit gegen einen Baum – Beifahrerin schwer verletzt.
  • Die 19-Jährige war im Wagen eingeklemmt, Rettung dauerte eine Stunde, Fahrer leicht verletzt, 0,9 Promille.
  • Feuerwehr mit 23 Kräften im Einsatz, Rettungsarbeiten durch Gaffer behindert, Absperrungen missachtet.
  • Sachverständiger ermittelt Unfallursache, Fahrzeug beschlagnahmt, Schaden auf 30.000 Euro geschätzt.
  • Fehrbelliner Straße für drei Stunden gesperrt, danach zwei Stunden nur einseitig befahrbar.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Bei einem Verkehrsunfall in Neuruppin ist am späten Mittwochabend (5. November) eine 19-jährige Beifahrerin schwerst verletzt worden. Der Audi A5, in dem sie saß, prallte mit hoher Geschwindigkeit gegen einen Baum.

Der Unfall ereignete sich auf der Fehrbelliner Straße. Der 21-jährige Fahrer war in Richtung Treskow unterwegs, als er gegen 22 Uhr aus noch ungeklärter Ursache zunächst eine Verkehrsinsel überfuhr und anschließend die Kontrolle über den Wagen verlor.

Das Fahrzeug kam nach rechts von der Straße ab und prallte zunächst gegen eine Laterne und dann frontal gegen einen Baum.

Beifahrerin in Neuruppin schwer verletzt im Auto eingeklemmt

Um 22.13 Uhr wurde die Feuerwehr Neuruppin alarmiert. Die Wucht des Aufpralls war Einsatzleiter Kevin Gregorian zufolge so enorm, dass der Baum den Beifahrersitz tief in die Fahrgastzelle drückte. Laut Polizeidirektion Nord in Neuruppin konnte der Fahrer den verunfallten Pkw eigenständig verlassen.

Die 19-jährige Beifahrerin aus Bernau war bei Ankunft der Feuerwehr schwerst eingeklemmt. In enger Absprache mit dem Rettungsdienst führten die Einsatzkräfte die Rettung durch. Erst nach etwa einer Stunde gelang es der Feuerwehr, die junge Frau aus dem völlig zerstörten Wrack zu befreien. Sie wurde nach der Stabilisierung sofort in das Neuruppiner Krankenhaus gebracht.

Die Feuerwehr Neuruppin war mit insgesamt 23 Einsatzkräften und fünf Fahrzeugen vor Ort. Bei ihrer Arbeit wurden die Einsatzkräfte von Passanten gestört.

Die Feuerwehr Neuruppin war mit insgesamt 23 Einsatzkräften und fünf Fahrzeugen vor Ort. Bei ihrer Arbeit wurden die Einsatzkräfte von Passanten gestört.

Christian Guttmann

Der Fahrer des Audi A5 kam ebenfalls mit Verletzungen ins Krankenhaus. Er war nur leicht verletzt, wie die Polizeidirektion Nord später mitteilte. Ein bei ihm durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 0,9 Promille. Während die Rettungskräfte am Unfallort um das Leben der 19-Jährigen kämpften, kam es zu Störungen.

Feuerwehr Neuruppin durch Gaffer im Einsatz gestört

Einsatzleiter Gregorian kritisierte das Verhalten einiger Personen: „Wir haben gemerkt, und das war störend, dass auch hier wieder Passanten durch die Einsatzstelle gelaufen sind.“ Er appellierte eindringlich an die Bevölkerung, Absperrungen der Feuerwehr – sei es mit Kegeln oder Flatterband – unbedingt zu respektieren, da es sich um eine Gefahrenzone handelt, die für Passanten gesperrt ist.

Die Feuerwehr Neuruppin war mit insgesamt 23 Einsatzkräften und fünf Fahrzeugen vor Ort. Zur genauen Rekonstruktion des Unfallhergangs wurde ein Sachverständiger hinzugezogen. Das Unfallfahrzeug wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt und erst gegen 1.50 Uhr von einem Abschleppunternehmen geborgen. Den Schaden schätzt die Polizei auf 30.000 Euro.

Die Fehrbelliner Straße musste für die Rettungs- und Bergungsarbeiten für etwa drei Stunden voll gesperrt werden. Anschließend war die Fahrbahn für weitere zwei Stunden nur einseitig befahrbar. Ab 2.20 Uhr war die Fehrbelliner Straße wieder frei.