Unfall bei Rheinsberg: Mann flieht im Transporter – Frau und Kind schlafen auf Ladefläche

In Rheinsberg verursachte der Fahrer eines Transporters einen Unfall, nach dem er vor einer Polizeikontrolle geflohen war. Auf der Ladefläche des Wagens befanden sich eine Frau und ihr Kind. (Symbolbild)
Joern Pollex/dpaEin Fahrer eines Transporters hat bei Rheinsberg mit einer Frau und deren Tochter auf der Ladefläche einen Unfall verursacht. Mutter und Tochter hatten vor Fahrtantritt auf der Ladefläche an dem späten Samstagabend (30. September) geschlafen und seien so ungesichert unterwegs gewesen, wie die Polizei am Sonntag (1. Oktober) mitteilte.
In der Nacht zu Sonntag um 23.45 Uhr sollte ein Transporter im Bereich Rheinsberg auf der Strecke Richtung Kyritz einer Verkehrskontrolle unterzogen werden. Sobald der 47-jährige Fahrer jedoch die Beamten der Verkehrskontrolle erblickte, beschleunigte er und versuchte, mit dem Wagen vor der Polizei zu fliehen und so einer Kontrolle zu entkomme. Die Polizeibeamten nahmen die Verfolgung auf.
Nach drei Kilometern Flucht verlor der Fahrer die Kontrolle über den Mercedes. Er streifte einen Baum. Das Fahrzeug überschlug sich und kam auf der Seite liegend zum Stillstand. Nachdem die Beamten sich dem Fahrzeug genähert hatten, entdeckten sie, dass der flüchtige Fahrer nicht der einzige im Fahrzeug war. Im hinteren Bereich des Fahrzeugs befanden sich eine 49-jährige Mutter und ihre 12-jährige Tochter. Zu Fahrtbeginn hatten beide schon im Wagen auf einer Matratze geschlafen.
„In der Nähe gab es ein Fest. Vermutlich war der eigentliche Plan, nach der Feierlichkeit im Auto zu schlafen“, sagt Polizeihauptkommissarin Vanadis Jost. Genaueres werden jedoch die weiteren Ermittlungen der Kriminalpolizei ergeben.
Alle drei Insassen erlitten nur leichte Verletzungen. Nach einer ambulanten Behandlung vor Ort konnten sie nach Hause entlassen werden. Insbesondere die 12-jährige Tochter und ihre 49-jährige Mutter hatten „riesiges Glück“, nach Einschätzung der Polizeisprecherin, dass nicht Schlimmeres passiert sei. Immerhin befanden sie sich ungesichert im Fahrzeug während des Überschlags.
Eine Alkoholkontrolle zeigte, dass der Fahrer einen Atemalkohol-Wert von 1,59 Promille hatte. Daraufhin wurde eine Blutprobe veranlasst und der Führerschein eingezogen.

