Union Berlin: Nach Tod von Fan in Neuruppin – Trikot wird versteigert

Dieses signierte Trikot vom 1. FC Union Berlin wird zugunsten des Hospiz „Wegwarte“ in Neuruppin versteigert. Die Mannschaft hatte es für einen todkranken Fan unterschrieben.
Julien Radtke- Union Berlin versteigert signiertes Trikot eines verstorbenen Fans zugunsten des Hospiz „Wegwarte“.
- Der krebskranke Fan Frank erhielt eine Videobotschaft und ein Trikot von Kapitän Trimmel.
- Frank starb kurz nach Erhalt und verfügte, dass der Erlös dem Hospiz zugutekommt.
- Die Auktion läuft bis zum 24. Januar 18 Uhr online.
- Hospiz „Wegwarte“ in Neuruppin ist auf Spenden angewiesen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Seine letzten Tage verbrachte ein großer Fan vom 1. FC Union Berlin im Hospiz in Neuruppin, während sich die Mannschaft zeitgleich im Trainingslager der Fontanestadt auf die Bundesliga vorbereitete. Kapitän Christopher Trimmel schickte dem Sterbenden eine ergreifende Videobotschaft – und ein signiertes Trikot. Nach dem Tod vom Fan wird das Trikot versteigert.
Er war einer der treuen Anhänger von Union Berlin, und das jahrelang: Frank. Auf Wunsch seiner Angehörigen soll öffentlich nur sein Vorname genannt werden. Der 1. FC Union spielte eine große Rolle in Franks Leben. Er fieberte bei allen Spielen mit und sammelte Fotos und Berichte der „Eisernen“.
Die Mannschaft vom 1. FC Union Berlin trainiert in Neuruppin
Dann erkrankte er an Krebs. Im Sommer 2024 wurde deutlich, dass er den Kampf gegen die Krankheit verlieren würde. Seine letzten Tage verbrachte Frank im Hospiz „Wegwarte“ in Neuruppin. Auch dort war sein Zimmer wieder mit Fotos und einem Schal vom 1. FC Union dekoriert.
Wie es der Zufall will, ging die Bundesligamannschaft vom 28. Juli bis zum 3. August 2024 ins Sommertrainingslager nach Neuruppin. Die Pfleger versuchten, dem Schwerkranken noch einen Besuch des öffentlichen Trainings zu ermöglichen. Doch Frank war dazu nicht mehr in der Lage.
Die Pfleger berichteten aber dem Verein von seinem Schicksal. Kapitän Christopher Trimmel nahm für Frank eine Videobotschaft auf. In dieser bedankt sich Trimmel für die jahrelange Treue und verspricht, in der Zukunft viele Spiele für ihn zu gewinnen. Alle Spieler der Mannschaft setzten zudem ihre Unterschrift auf ein Trikot und gaben es den Pflegern mit.

Union-Fan im Hospiz „Wegwarte“ in Neuruppin mit dem Trikot. Der 1. FC Union Berlin hat ihm damit einen letzten Wunsch erfüllt.
Andreas LeddinDie Hospiz-Mitarbeiter überreichten das Trikot und spielten die Videobotschaft vor. „Das war ein unglaublich bewegender Moment“, sagt Pflegedienstleiterin Christine Wiegand. Frank sei sehr ergriffen gewesen. Und er habe in diesem Moment verfügt, dass nach seinem Tod das Trikot versteigert werden und dass der Erlös dem Hospiz „Wegwarte“ zugutekommen soll.
Frank, der große Fan von Union Berlin, starb wenige Stunden später.
Wie er es sich gewünscht hatte, kümmerten sich die Mitarbeiter der Pflegeeinrichtung um die Versteigerung des signierten Trikots. Sie beauftragten Auktionator Julien Radtke aus Liebenwalde mit der Online-Versteigerung. „Ich freue mich sehr, in diesem sehr besonderen Fall helfen zu können“, sagt Radtke.

Auktionator Julien Radtke mit Hospiz-Leiterin Juliane Schüssler (links), und Pflegedienstleiterin Christine Wiegand (rechts): Dieses T-Shirt signierten die Spieler vom 1. FC Union Berlin für den krebskranken Fan.
Katja LiebertJuliane Schüßler, die Leiterin des Hospiz „Wegwarte“, erklärt, warum das Geld wichtig für das Hospiz ist: „Wir müssen einen Teil der Kosten für die sehr intensive und persönliche Hospiz-Pflege durch Spenden aufbringen.“
Die Kosten werden zu 95 Prozent von den Krankenkassen getragen, der Rest wird durch Spenden finanziert. Im Haus darf jeder Patient sein Zimmer so gestalten, wie er es möchte. Es dürfen Angehörige und auch Haustiere mitgebracht werden.
Die letzten Tage des Lebens sollen lebendig und lebensbejahend verbracht werden. „Wir können das Sterben nicht ändern. Aber wir können es so positiv gestalten wie möglich“, sagt Juliane Schüßler. Auf Wunsch bietet das Hospiz auch seelischen Beistand für die Sterbenden oder deren Angehörige.
Wer das Trikot ersteigern möchte, kann online beim Auktionshaus Radtke mitbieten. Die Auktion läuft bis zum 24. Januar um 18 Uhr. Das Hospiz „Wegwarte“ nimmt auch Geldspenden entgegen.


