Vandalismus in Neuruppin: Verwirrte Frau randaliert und verletzt Passanten

Bereits im November 2025 wurden zahlreiche Fahrzeuge in Neuruppin beschädigt. Für einige Fälle dieses Vandalismus gibt es eine Tatverdächtige. Die scheint nun wieder zugeschlagen zu haben. Dabei wurden auch Menschen verletzt.
Sandra Städtke- In Neuruppin griff eine 43-Jährige Passanten an und zerstörte Sachen – mehrere Verletzte.
- Nach Hausverweis an der Junckerstraße randalierte sie: Auto beschädigt, Flasche zerbrochen.
- Ein 74-Jähriger wurde durch Scherben verletzt, eine 75-Jährige traf ein Faustschlag am Hinterkopf.
- Weitere Taten: Hund attackiert, Passantin bespuckt, Fahrräder umgestoßen, Pkw-Windschutzscheibe beschädigt.
- Polizei stellte sie am Schulplatz, 0,71 Promille, ins Krankenhaus gebracht; wohl schuldunfähig.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
In Neuruppin hat am Mittwoch (27. Mai 2026) eine Frau im Stadtgebiet randaliert und Leute angegriffen. Dabei wurden auch Menschen verletzt. Die Täterin scheint in Neuruppin keine Unbekannte zu sein und war schon häufig durch ähnliche Vergehen auffällig geworden.
Wie Joachim Lemmel, Sprecher der Polizeidirektion Nord in Neuruppin, mitteilte, war die 43-Jährige zunächst wegen eines bestehenden Hausverbots aus Geschäftsräumen an der Junckerstraße verwiesen worden. Genaue Angaben zum Geschäft konnte die Polizei nicht machen. Laut Centermanager Frank Nieguth handelte es sich aber nicht um das Einkaufszentrum Reiz.
Um die Mittagszeit habe die Frau dann in der Umgebung randaliert. Sie trat gegen einen Mülleimer und beschädigte ein Auto. Anschließend warf sie eine Flasche auf den Boden und verletzte einen 74-Jährigen, der die Scherben wegfegen wollte. Außerdem versuchte sie, den Hund einer Anwohnerin anzugreifen, und bespuckte diese, als sie sich schützend dazwischenstellte.
Frau in Neuruppin schlägt Passantin mit Faust gegen Hinterkopf
In der weiteren Folge lief die Frau, die sich offensichtlich in einem psychischen Ausnahmezustand befand, in Richtung Karl-Marx-Straße. Hier versuchte sie, den Anhänger eines Fahrrads umzutreten, in welchem sich ein Hund befand. Als dies misslang, stieß sie ein Fahrrad um. Anschließend rannte sie auf die Straße und schlug mit einem unbekannten Gegenstand auf die Windschutzscheibe eines Pkw Renault, die dadurch stark beschädigt wurde.
Dann schlug sie einer 75-Jährigen unvermittelt mit der Faust gegen den Hinterkopf und beschädigte einen weiteren Pkw, ehe sie von hinzugerufenen Polizeikräften am Schulplatz gestellt wurde. Eine durchgeführte Atemalkoholmessung ergab einen Wert von 0,71 Promille. Da die Frau weiterhin aggressiv auftrat, wurden ihr Handfesseln angelegt.
Ein hinzugezogener Rettungswagen brachte sie ins Krankenhaus. Den von ihr angerichteten Schaden bezifferte die Polizei auf mehr als 1200 Euro. Zur Verantwortung wird die Frau aber höchstwahrscheinlich nicht gezogen werden können.
Psychisch kranke Frau aus Neuruppin ist schuldunfähig
Zwar darf die Polizei in dem Fall keine personenbezogenen Angaben machen, Joachim Lemmel bestätigte aber, dass es sich um eine „stadtbekannte Frau“ handelt. Ihr Alter, ihr Zustand und ihr Vorgehen lassen den Schluss zu, dass es sich um Anja T. handelt. Sie hatte zuletzt Ende 2025 unter anderem eine Reihe an Autos im Neuruppiner Stadtgebiet beschädigt.
Zu einer Verurteilung war es bei nachgewiesenen Taten bislang jedoch nicht gekommen, weil psychologische Gutachten eine Schuldunfähigkeit attestierten. „Die Frau beschäftigt uns schon seit fast zehn Jahren“, berichtete Torsten Sauermann, Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Neuruppin.
Aufgrund ihrer psychischen Erkrankung seien Ermittlungen häufig wieder eingestellt worden. Ob Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Hausfriedensbruch oder Sachbeschädigung, die Frau falle immer wieder auf. Sie soll auch schon Polizisten angespuckt haben. Vor einigen Jahren habe die Staatsanwaltschaft wegen mehrerer „heftiger“ Fälle eine Einweisung in eine geschlossene psychiatrische Anstalt beantragt, das sei vom Landgericht Neuruppin abgelehnt worden.


