Seit Wochen und Monaten tüftelt das Team von Inkom und Stadtmarketing in Neuruppin am Konzept für die Veranstaltung „Neuruppiner Bands für Neuruppiner Bürger“ am 19. September. Nun endlich gab es auch das Okay des Gesundheitsamtes des Kreises. Damit steht dem Auftritt von insgesamt 24 Bands auf sechs Bühnen im gesamten Stadtgebiet nichts mehr im Wege.
Die Idee für die Veranstaltung kommt von Björn Hannemann von der Band „Unerhört“. Ausschlag gab die Corona-Pandemie. Restaurants mussten schließen, Konzerte fanden nicht statt. Von den Musikern kam die Initiative, ein Solidaritäts-Event auf die Beine zu stellen, bei dem die Gruppen mal wieder auftreten können, die Ruppiner endlich wieder Kultur erleben und die Gastronomen auch noch etwas verdienen. Am 19. September ab 14 Uhr ist es nun so weit.

Sechste Bühne im Neubaugebiet

Laut Andrea Voigt vom Neuruppiner Stadtmarketing steht nun das komplette Konzept für den Musiknachmittag. Mittlerweile wurde festgezurrt, dass es besagte sechs Bühnen geben wird. Neben dem Rosengarten, dem Neuen Markt, dem Niemöllerplatz, dem Rathaus, dem Innenhof des Alten Gymnasium findet nun auch ein Konzert in der Junckerstraße 16 im Neubaugebiet statt. Dort treten Herr O., Achim Mahler sowie die Gruppen Joker, Optimal und Never to Late auf. Das Line-up hat Helene Hannemann organisiert, die Tochter von Björn Hannemann und derzeit Mitarbeiterin des Stadtmarketings.
„Das ist eine ganz beispiellose Aktion der Neuruppiner Musikszene“, sagt Andrea Voigt. Mehr als 50 Gastronomen hätte das Stadtmarketing angeschrieben, ob sie sich an der Veranstaltung beteiligen möchten – kostenfrei. Das JFZ, das Unicum, Peer Ettel, die Luna Lounge, der Rosengarten und der Unverpackt-Laden sind nur einige Akteure. Der Winzer Paul Anheuser aus Bad Kreuznach hat ebenfalls sein Kommen angesagt.

Es wird schon geprobt

Auf der Bühne im Innenhof des Alten Gymnasiums werden am 19. September Orchester und Solisten der Kreismusikschule auftreten. „Sie proben schon immer dienstagabends auf dem Schulplatz“, verrät Andrea Voigt. In Corona-Zeiten wären gemeinsame Übungsstunden in geschlossenen Räumen sonst schwer zu realisieren.
Am Veranstaltungstag selbst wird es für Besucher ein paar Regeln zu beachten geben: Überall ist die freiwillige Registrierung der Gäste möglich. Inkom- und Stadtmarketing-Mitarbeiter werden darüber hinaus an den Bühnen unterwegs sein und darauf achten, dass die Mindestabstände eingehalten werden. „Es ist ein wirklich umfangreiches Konzept“, erklärt Andrea Voigt.

Städtische Firmen helfen

Laut Neuruppins Bürgermeister Jens-Peter Golde (Pro Ruppin) sind die städtischen Töchter Stadtwerke, Neuruppiner Wohnungsbaugesellschaft und auch Inkom bei der Organisation des Festes mit an Bord. Ohne diese sei die Realisierung auch gar nicht möglich, nicht zuletzt, weil sie die Feier finanziell unterstützen. Die Bands spielen kostenfrei, die Gastronomen zahlen keine Standgebühr, der Eintritt für alle ist kostenlos: Laut Inkom-Chef Axel Leben fallen aber dennoch Kosten an, um die Infrastruktur für diesen Tag aufzubauen. „Der Konzern Stadt hat diesen Teil der Finanzierung übernommen“, erklärt Leben. Die Inkom selbst beschränkt sich dabei auf die Organisation, SWN und NWG tragen die finanzielle Last. Hintergrund ist, dass der Inkom durch abgesagte Veranstaltungen 2020 jede Menge Umsatz entgangen ist. Die Verluste liegen laut Leben bei zirka 100 Prozent. „Daher gibt es auch keine Erträge.“

Alle Bands, alle Bühnen


Am Sonnabend, 19. September, treten ab 14 Uhr folgende Gruppen an folgenden Standorten auf:

Rosengarten: Balkansørf, Jupiter Rocks, Zoundquadrat, Unerhört

Neuer Markt: Esta Bien, Mind Castle, Poor White Trash, Fifty Up

Niemöllerplatz: The Exception, The Men of Desert, Die Landstricher

Rathaus: Skulds, Bearth

Innenhof Altes Gymnasium: Frisch vom Blech, offene Bühne, Blasorchester, Glissando, Ad Libitum, Big Brass

Junckerstraße 16: Herr O., Achim Mahler, Joker, Optimal, Never to Late