Veranstaltung
: Jetzt hat das Neuruppiner Band-Fest einen Namen

Von sechs Bühnen in der ganzen Stadt erklingt am 19. September ganz unterschiedliche Musik. Gastronomen sollen von der Aktion profitieren.
Von
Judith Melzer-Voigt
Neuruppin
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Sie hatten die Idee zum Fest: die Mitglieder der Band "Unerhört" aus Neuruppin. Sie werden am 19. September ab 20 Uhr auf der Bühne eins im Rosengarten stehen.

Veranstalter/Nicole Baeker

Die Bands und Bühnen

Eine „lange kulturelle Durststrecke“ liegt hinter den Neuruppinern, weiß Andrea Voigt vom Stadtmarketing. Mit mindestens 23 Konzerten an einem Tag soll diese beendet werden. Die erste Bühne am 19. September steht im Rosengarten. Dort treten Balkansørf, Jupiter Rocks, Zoundquadrat und Unerhört auf. „Es ist eine Rockbühne, vielleicht mit Ausnahme von Balkansørf“, sagt Helene Hannemann. Sie ist die Tochter von Unerhört-Frontmann Björn Hannemann, macht selbst Musik, studiert gerade in Berlin Medienmanagement und macht ein Praktikum bei der Inkom. Dort hat sie den Draht zu den Bands, denn von Unerhört ging überhaupt erst die Initiative zum Fest aus (wir berichteten).

Bühne Nummer zwei befindet sich am 19. September auf dem Neuen Markt. Auch dort ist die Musik vor allem Rock-lastig. Nur Esta Bien will nicht recht in diese Einordnung passen. Für Mind Castle, Poor White Trash und Fifty Up gilt diese umso mehr. Bühne drei auf dem Niemöllerplatz zwischen See und Klosterkirche gehört an diesem Tag The Exception, The Men of Desert und der Gruppe „Die Landstricher“. „Alles Rock, aber sehr unterschiedlich“, verspricht Helena Hannemann.

Die Musikrichtung bei der Bühne vier auf der Wiese am Rathaus ist ganz klar: Metal steht auf dem Programm. Dafür sorgen Skulds, Succubus, Empty Ocean und Bloody Invasion. Ganz andere Klänge sind auf der Bühne fünf auf dem Hinterhof der Musikschule zu hören. „Dort wird es instrumental“, so Hannemann. Frisch vom Blech, Ad Libitum, Big Brass, Glissando und das Blasorchester der Kreismusikschule treten dort auf. Außerdem gibt es eine offene Bühne für junge Solisten. An der Bühne sechs feilen die Organisatoren derzeit noch etwas. Sie entsteht im Neubaugebiet, so viel steht fest. Und auch zur Musikrichtung gibt es schon konkrete Pläne: Schlager soll es sein, verrät Andrea Voigt.

Hilfe für Gastronomen

Das Fest soll eine solidarische Aktion der Musikgruppen für die Gastronomen sein, die in der Krise stark zu leiden hatten. Mehr als 60 Restaurant-, Imbiss- und Cafébetreiber werden nun von der Inkom angeschrieben. „Wir bitten sie, sich zu beteiligen“, sagt Andrea Voigt. Die Ladeninhaber können einen Stand in der Nähe der Bühnen aufbauen oder einfach ihr Geschäft öffnen und so vom Besucherstrom profitieren. „Sie können sich so auch in die Erinnerung der Neuruppiner zurückbringen“, überlegt Inkom-Chef Axel Leben. Die Einzelhändler hatten ebenfalls bereits angekündigt, bei der Aktion mitzumachen.

Die Gastronomen erhalten in den kommenden Tagen von der Inkom einen Fragebogen. Damit soll unter anderem herausgefunden werden, ob sie teilnehmen wollen und ob sie Dinge wie einen Wasseranschluss oder einen Stand brauchen. Standgebühren erhebt die Inkom nicht. Wer kein Schreiben erhält, wird gebeten, sich zu melden.

Für die städtische Gesellschaft ist das Fest am 19. September ein Probelauf. „Mit solchen Abstands- und Hygieneregeln haben wir keine Erfahrung“, sagt Axel Leben. „Das ist ein Indikator für die Veranstaltungen, die folgen werden.“

Wenn Gastronomen kein Schreiben der Inkom erhalten, können sie sich unter 03391 822090 melden.

Alle Bands, alle Bühnen

Bühne eins (Rosengarten): Balkansørf (15 bis 16 Uhr), Jupiter Rocks (16.30 bis 18 Uhr), Zoundquadrat (18.30 bis 19 Uhr), Unerhört (20 bis 22 Uhr)

Bühne zwei (Neuer Markt): Esta Bien (15 bis 16 Uhr), Mind Castle (16.30 bis 18 Uhr), Poor White Trash (18.30 bis 19.30 Uhr), Fifty Up (20 bis 22 Uhr)

Bühne drei (Niemöllerplatz): The Exception (15.30 bis 17 Uhr), The Men of Desert (17.30 bis 19 Uhr), Die Landstricher (19.30 bis 22 Uhr)

Bühne vier (Rathaus-Wiese): Skulds (15 bis 16 Uhr), Succubus (16.30 bis 17.15 Uhr), Empty Ocean (17.45 bis 18.30 Uhr), Skulds (19 bis 20 Uhr), Bloody Invasion (20.30 bis 21.15 Uhr)

Bühne fünf (Hinterhof Musikschule): Frisch vom Blech (14 bis 14.30 Uhr), Offene Bühne für junge Solisten (15 bis 16 Uhr), Blasorchester der Kreismusikschule (16.30 bis 17.30 Uhr), Glissando (18 bis 18.30 Uhr), Ad Libitum (19 bis 20 Uhr), Big Brass (20.30 bis 21.30 Uhr)

Bühne sechs (Neubaugebiet): Zeiten und Bands werden noch bekannt gegeben. Gleiches gilt für den genauen Standort der Bühne.⇥jvo