Trockenheit und Hitze machen die Baumpflege in Zukunft nicht gerade zu einem einfachen Geschäft. Die Stadt Neuruppin sucht nun nach Unternehmen, die sie damit beauftragen kann. Es winkt viel Geld: 1,7 Millionen Euro will die Kommune in den kommenden vier Jahren in die Baumpflege investieren. Insgesamt sind fünf Lose zu vergeben.

Fünf Bereiche für die Baumpflege in Neuruppin

Die Baumpflege in der Stadt soll in fünf verschiedene Gebiete eingeteilt werden: nördlich vom Stadtgebiet, die östliche sowie die westliche Seeseite, Grundstücke der Stadt sowie den Stadtforst. Bei den ersten drei Bereichen, die jeweils ein Los darstellen, wird es laut Verwaltung eine Limitierung geben. Das bedeutet, dass sich eine Firma nur um jeweils ein Los bewerben kann. Damit soll das Ausfallrisiko im Fall eines Großschadens so gering wie möglich gehalten werden, erklärte Norman Gröer, Leiter des Sachgebiets Tiefbau im Neuruppiner Rathaus.

Unternehmen sollen sich um vier Bereiche kümmern

Die Unternehmen, die den Zuschlag erhalten, sollen sich um viele Bereiche der Baumpflege kümmern: von der Kronenpflege oder das Beseitigen von Totholz bis hin zu Fällungen.
1,2 Millionen Euro sollen nach Schätzungen der Verwaltung für die Pflege der ersten drei Bereiche, also das Gebiet nördlich der Stadt sowie die beiden Seeseiten, anfallen. Rund 400.000 Euro kostet die Arbeit auf den städtischen Grundstücken, 100.000 Euro fallen für den Stadtforst an.

Stadtservice hat andere Aufgaben

Laut Norman Gröer werden die Kosten für die Baumpflege in Zukunft eher steigen. Das liegt an Stürmen, aber auch an besagter Trockenheit, die den Bäumen im Bestand zusetzt. Der Stadtservice bekommt derzeit schon ein festes Budget für die Baumpflege von der Stadt Neuruppin zugeteilt. Doch das reicht längst nicht für alle anfallenden Arbeiten aus. Auch dürften die Stadtservice-Mitarbeiter gar nicht alle Aufgaben erledigen, beispielsweise den Kronenschnitt. Der Stadtservice erledigt laut Baudezernent Arne Krohn die „täglichen Schnittarbeiten“.
Der Neuruppiner Bauausschuss hat der Vergabe der Baumpflege schon einmal zugestimmt. Das letzte Wort hat der Haupt- und Finanzausschuss am 21. September. Wegen der Höhe der Kosten müssen die Aufträge europaweit ausgeschrieben werden.