Die Umverlegung der Haltestelle ist umstritten. Der Dorf Zechliner Ortsbeirat hat in der Sache laut Schwochow keine klare Entscheidung getroffen. Auch unter den Einwohnern sei die Meinung geteilt. Schon seit Jahren gibt es eine Gruppe, die die Umverlegung des Busstops in den Ortskern fordert, um vor allem die Sicherheit des Schulverkehrs zu erhöhen. Die Gegenseite argumentiert, dass die Fahrbahn im Dorf nicht dafür geeignet sei, die Belastung von Bussen zu tragen.

Kreis lehnt Tempo 30 ab

Die Alternative, eine Tempo-30-Zone im Bereich der Haltestelle, ist vom Landkreis wiederholt abgelehnt worden. Der Kreis begründet das damit, dass durch den Fußgängerüberweg und die durchgezogene Linie auf der Fahrbahn die Sicherheit rund um den Haltepunkt groß genug sei. „Wenn sich jeder an das Überholverbot hielte, wäre das auch kein Problem“, so Schwochow. Aus seiner Sicht wäre die sinnvollste Lösung eine Haltebucht für die Busse. Doch diese würde Geld kosten, das Rheinsberg aufgrund der klammen Haushaltslage nicht hat. Bleibt also die Umverlegung.

Fliegende Wahl

Schwochow, selbst Einwohner von Dorf Zechlin, möchte sich zur Frage der Umverlegung nicht positionieren. Er möchte die Einwohner selbst darüber abstimmen lassen. Ihm schwebt eine fliegende Abstimmung vor. Die Verwaltung soll Abstimmungszettel an alle Haushalte in dem Ortsteil verschicken. An einem Tag gehen Rathaus-Mitarbeiter dann mit einer Wahlurne von Haustür zu Haustür und sammeln die Zettel ein. Ein Datum für diese Abstimmung gibt es noch nicht.