Wann der Radweg von Rheinsberg nach Zechlinerhütte saniert werden kann, steht noch in den Sternen. Die Stadt würde die Strecke gern an den Landesbetrieb Straßenwesen übergeben, der schließlich auch Baulastträger der B 122 ist, neben der der Radweg verläuft. Doch das Land hat mitgeteilt, dass es die Strecke nur übernimmt, wenn alle Flächen, auf denen der Weg verläuft, der Stadt gehören. Und dazu müssten erst zahlreiche Einzelgrundstücke vermessen werden. Allein dafür wären laut Schwochow 90 000 Euro nötig. Hinzu kommt der Kaufpreis für die Grundstücke. „Das können wir dieses Jahr in unserem Haushalt nicht darstellen“, so Schwochow. Er hofft, die Stadtverordneten setzen das Vorhaben bei der nächsten Haushaltsberatung als einen Schwerpunkt für den nächsten Etat.

Von der Kernstadt nach Flecken Zechlin

Bei zwei anderen Strecken kommt indes Bewegung in die Sache: Der Kreis möchte den Radweg Rheinsberg-Rheinshagen sowie jenen von der Kernstadt nach Flecken Zechlin erneuern. „Wenn der Kreistag am 10. September zustimmt, kann der Radweg nach Rheinshagen begonnen werden“, so Schwochow. Die Strecke nach Flecken Zechlin soll dann ab kommendem Frühjahr saniert werden.
Unabhängig davon arbeitet die Verwaltung derzeit daran, das Radwegenetz zu erweitern. „Radfahrer wollen nicht unbedingt betonierte Wege. Es gibt unter Radlern unterschiedliche Klientel, und für die wollen wir etwas anbieten“, so Schwochow. Deshalb plant das Rathaus bestehende Waldwege nun als Radstrecken auszuweisen. Eine Route soll von Flecken Zechlin über Schookerberg nach Heimland führen. Weitere Wege sind von Flecken Zechlin entlang des Zootzensees nach Zechlinerhütte sowie von Dorf Zechlin über Kagar-Ausbau Richtung Beckersmühle beziehungsweise Zechlinerhütte geplant.

Erarbeitung eines Radwegekonzepts

Baulich sei dazu nur nötig, entsprechende Schilder an den Strecken anzubringen und an wenigen Stellen den Boden auszubessern „Das sind so geringe Kosten, die wollen wir aus unserem Straßenunterhaltungsbudget zahlen“, erklärt Schwochow. Die Mitarbeiter der Tourist-Information nehmen die neuen Radwege indes in die Karten auf, die an Gäste herausgegeben werden.
Auch wenn die Stadt selbst versucht, mit ihren geringen Mitteln Erfolge zu erzielen, hält Schwochow es perspektivisch weiter für notwendig, ein Radwegekonzept zu erarbeiten. „Die Frage ist, wie es weitergehen soll. Sollen weitere Radwege gebaut werden? Wie weit wollen wir uns vernetzen? Wie soll Rheinsberg an Wittstock angeschlossen werden? Das sind Fragen, die wir erörtern müssen.“ Denn ein Feedback, das er immer wieder von Gästen der Stadt erhält, lautet: Die Radwegesituation in Rheinsberg ist stark verbesserungswürdig.