Winterbaden
: Ab ins zwei Grad kalte Wasser

Mehr als 50 Menschen wagten sich am Sonnabend bei eisigen Wassertemperaturen in den Ruppiner See.
Von
Eckhard Handke
Neuruppin
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  • Nichts für Warmduscher: Das Bad im kalten See war nur etwas für abgehärtete Schwimmer.

    Nichts für Warmduscher: Das Bad im kalten See war nur etwas für abgehärtete Schwimmer.

    Eckhard Handke
  • Ein Schnappschuss fürs Fotoalbum: Die Arendseer Winterschwimmer vergnügten sich nicht nur im Wasser, sondern auch mit Theodor Fontane alias Wolfgang Trenkler (Dritter von links).

    Ein Schnappschuss fürs Fotoalbum: Die Arendseer Winterschwimmer vergnügten sich nicht nur im Wasser, sondern auch mit Theodor Fontane alias Wolfgang Trenkler (Dritter von links).

    Eckhard Handke
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Organisiert wurde das Spektakel wie schon in den Jahren zuvor von Joachim Glaser von der Firma „Rhinpaddel“ in Alt Ruppin, mit Unterstützung des Resorts Mark Brandenburg und des Schwimmvereins „Rostocker Seehunde“ aus Warnemünde. Kurz nach 14 Uhr begrüßte Glaser die mehr als 500 Zaungäste sowie die abgehärteten Winterbade–Fans, die sich sonst gerne ein Loch ins Eis hauen um Einzutauchen. Doch das war bei fünf Grad Lufttemperatur nicht nötig. Sogar Stadtführer Wolfgang Trenkler als Theodor Fontane wollte sich das Spektakel ansehen und ließ sich sogar auf ein paar Tänzchen zur Stimmungsmusik „Wir wollen die Eisbären sehen“ ein.

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Dafür sorgten auch einige lustig kostümierte Wagemutige, die mit Applaus in den See stiegen. Insgesamt zehn Vereine, neben den „Rostocker Seehunden“ waren unter anderem die „Klempow–Robben“, die „Arendsee Saunis“, „Die coolen Cöpenixen“, die „Brandenburger Eisbären“, die „Leipziger Pinguine“, die „Cumloser Backratten“, die „Rathenower H20 Enten“ und die „Berliner Seehunde“ gekommen, wagten den Sprung ins kühle Nass. Aus der Region machten Sportler vom „Ruppin Triathlon“ sowie einige Einzelpersonen mit und trotzten den Temperaturen.

Die „Brandenburger Eisbären“ waren schon aus der Ferne auszumachen mit ihrer passgenauen Kopfbedeckung, natürlich im Eisbären–Look.

Der Strippenzieher des Neuruppiner Winterbadens, Joachim Glaser, hat vor 30 Jahren den Sprung ins eiskalte Nass initiiert und blieb seitdem von ernsthaften Erkältungskrankheiten verschont. Für die Zaungäste wurden am Sonnabend schon vor Beginn des Spektakels an der Grillhütte des Hotels Bratwurst und Glühwein angeboten. Joachim Glaser machte darauf aufmerksam, dass diese Winterbade–Aktion an der Seepromenade die Stadt kein Geld koste. Die Ein– und Ausstiegsmöglichkeiten am Steg müssten allerdings noch verbessert werden. Die provisorisch ins Wasser gestellten zwei Stehleitern sind keine optimale Lösung, denn eine der Leitern rutschte ziemlich schnell weg. So staute sich schließlich auch der Ein– und Ausstieg in den See. Im Anschluss an das Spektakel wurden alle Winterbader zum Aufwärmen in die Therme eingeladen, wo es für sie Glühwein und ein Barbecue gab.