Wirtschaft: Coronavirus legt Huch-Werk in China lahm
Straßen sind menschenleer
Vor 14 Tagen musste in Jinan der Betrieb eingestellt werden. „Ich telefoniere fast jeden Tag mit unserem Geschäftsführer dort. Ich mache mir ja Gedanken um meine Mitarbeiter“, sagte Thomas Huch am Mittwoch. Die Lage vor Ort sei vor allem für die Menschen dramatisch. „Die Straßen in den Städten sind leer. Es gleicht Geisterstädten. Man geht eigentlich nur raus, wenn man sich Essen kaufen muss“, beschreibt er die Situation dort. Dass sich der Virus in dem Land mit 1,4 Milliarden Einwohnern derart ausbreiten konnte, liegt laut Huch daran, dass Ende Januar zum chinesischen Neujahrs- beziehungsweise Frühlingsfest Millionen von Menschen dort gereist sind. So wurden bislang mehr als 20 000 Menschen mit dem Virus infiziert, etwa 500 sind nach Ausbruch der Krankheit gestorben.
Aus unternehmerischer Sicht sei die Lage in China sehr schwierig. Das Werk, in dem emaillierte Speicher gefertigt werden, könne voraussichtlich am 10. Februar wieder eröffnen. „Das heißt aber, dass wir drei Wochen nichts machen konnten. Drei Wochen für die wir auch Löhne zahlen müssen“, so Huch. Das Werk in China mit rund 100 Angestellten hatte 2020 seinen besten Start seit Jahren. Unter anderem sind laut Huch zuletzt rund 800 Speicher für Wuhan produziert worden. „Auf denen bleiben wir nun erst einmal sitzen“, so der Geschäftsführer.
5000 Masken gehen nach China
Und nicht nur das. Auch die chinesische Regierung bindet alle Unternehmen in die Bekämpfung des Virus ein. So müsse der Betrieb nun nachträglich für jeden seinen Mitarbeiter dokumentieren, wo er sich in den vergangenen Wochen aufgehalten hat, mit wem er Kontakt hatte, mit welcher Bahn er gefahren ist und vieles andere mehr. Von Deutschland aus wird Huch Behälterbau noch in dieser Woche 5 000 Atemschutzmasken als Spende nach China schicken. Die sind nicht ausschließlich für die Kollegen und deren Familien gedacht, sondern für jeden, der darauf angewiesen ist. „Die chinesische Regierung gibt jetzt 175 Milliarden US-Dollar aus, um den Virus zu bekämpfen. Da wird auch von uns Unternehmern erwartet, dass wir uns einbringen“, so Thomas Huch.
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Infokästen haben ab sofort keinen blauen Punkt vorne, sondern nur einen gefetteten Anlauf.
Infokästen haben ab sofort keinen blauen Punkt vorne, sondern nur einen gefetteten Anlauf. Und am Ende steht ein Kürzel.⇥kürzel

