"Ich komme aus einer richtigen Motocross-Familie", sagt Woratschek. Vater, Onkel ... alle seien sie Motorrad gefahren und auch er habe im Alter von sechs Jahren das erste Mal selbst auf einem Moped gesessen. "Fußball war bei uns nie Thema. Ich kann heute noch nicht mit einem Ball umgehen", sagt er. Dafür liegen ihm Technik und Motoren.
Gut zehn Jahre war Woratschek im Straßenrennsport aktiv – ist selbst gefahren, hat Maschinen betreut und andere Fahrer trainiert. Wie schnell er dabei gefahren ist? "Die Rennmaschinen haben keinen Tacho. Wenn man Zeit hätte, da drauf zu gucken, fährt man nicht schnell", sagt Woratschek. Um Tempo 280 sei es wohl gewesen. Gestürzt sei er etwa 15 Mal. "Dabei war meine Maschine zehnmal Klump." Er selbst sei dabei stets mit kleineren Verletzungen davongekommen.
Bei Rennen könne er heute gegen die jüngeren Fahrer nicht mehr mithalten, weiß Woratschek. Sein Herz schlägt jetzt für die Maschinen: "Dabei ist es mir egal, ob vor mir eine Rennmaschine oder eine Harley steht." Für sämtliche Typen gibt es in seiner Werkstatt die richtige Diagnose-Technik, die passenden Werkzeuge und Schmierstoffe – und bei Bedarf noch den richtigen Tipp vom Meister. Gerade zum Start in die Saison sollte das Bike in Ordnung sein, sagt er. Dazu zählen nicht nur neues Öl, eine volle Batterie, gute Reifen, griffige Bremsen und ein gültiger TÜV. Sondern auch: Bei manchen Fahrern wird nach der Winterpause auch die Motorradkombi eng. Aus dem Rennsport weiß Woratschek, dass Motorradfahren Fitness voraussetzt: "Wenn die noch nicht da ist, sollte Technik intakt sein", rät er.
Für diesen Sonnabend, 21. März, lädt Marvin Woratschek zum Saisonstart an seine Werkstatt ein. Bei Musik und Gegrilltem können sich Biker ab 15 Uhr über ihre Leidenschaft austauschen.