Zertifikat: Ruppin Zahntechnik hat die Umwelt im Blick

Marcus Maaß (links), Prokurist der Ruppin Zahntechnik GmbH bekam am Montag von Ralph Bührig, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Potsdam, das aktuelle Umweltsiegel für das Unternehmen überreicht.
Siegmar TrenklerDas Siegel ist aber mehr als nur eine weitere Urkunde an der Wand und im Netz. Durch die Anstrengungen im Vorfeld gibt es spürbare Effekte für das Unternehmen. „Wir recyceln zum Beispiel die Dubliersilikone und haben damit eine Einsparung von rund 30 Prozent“, so Maaß. Das Material wird zum Abformen verwendet. Auch an anderer Stelle wird darauf geachtet, dass Prozesse in der Produktion hinterfragt und wenn möglich unter Umweltgesichtspunkten optimiert werden. Das äußert sich unter anderem auch in Aktionen wie den Elektrofahrrädern, die die Firma für Mitarbeiter angeschafft hat. Im März wurde ein Satz von 16 Stück gekauft, damit beim Weg zur Arbeit Sprit gespart wird, so Maaß. Die Räder werden gut angenommen, weswegen derzeit darüber nachgedacht werde, im kommenden Jahr möglicherweise einen weiteren Satz anzuschaffen, so Zahntechnikmeisterin Jennifer Berger, die im Haus für das Qualitäts– und Umweltmanagement zuständig ist.
Insgesamt werden in dem Unternehmen 170 Mitarbeiter an elf Standorten beschäftigt. Allein am Sitz in Treskow sind es 60 Mitarbeiter. Plätze wäre sogar für 80, berichtet Prokurist Maaß. Doch wie auch in vielen anderen Branchen ist es für den Betrieb nicht leicht, genügend Fachkräfte zu gewinnen. Und das, obwohl das Unternehmen selbst ausbildet. Aktuell gibt es sieben Azubis, sowohl als angehende Zahntechniker als auch im Büromanagement. Im neuen Lehrjahr sollen vier weitere hinzukommen. „Wir würden auch noch mehr aufnehmen“, bekräftigt Maaß.
Dass Kapazitäten ungenutzt bleiben, ist aber aktuell nichts Ungewöhnliches, wie Ralph Bührig weiß. „Im Kammerbereich haben wir aktuell 800 freie Lehrstellen, was deutlich über dem Vorjahresniveau liegt.“ Die Vertragsabschlüsse zur Ausbildung liegen demnach etwa zehn Prozent niedriger als im vorigen Jahr. Vieles davon sei corona–bedingt, weil Unternehmen vorsichtiger agiert hätten. „Ich hoffe aber, dass wir das im August noch aufholen“, so Bührig.