Zu viel Hundekot: Gassi-Verbot in Rheinsberger Wohngebiet

Hunde dürfen nicht mehr in einige Grünflächen Rheinsbergs (Symbolfoto).
dpaBernd Köhler und seinen Mitarbeitern stinkt es im wahrsten Sinne des Wortes. Das Landschaftsbauunternehmen Köhlers ist von der Rheinsberger Wohnungsgesellschaft Rewoge mit der Grünflächenpflege in der Stadionsiedlung betraut worden. Weil auf einigen Wiesen jedoch regelmäßig große Mengen an Hundekot liegen, weigert sich die Firma nun, diese zu mähen.
„Meine Mitarbeiter werden von oben bis unten bestreuselt, und der Fuhrpark stinkt. Die Technik muss regelmäßig gereinigt werden. Und vor allem ist es hygienisch und gesundheitlich mehr als bedenklich“, so Köhler. Die Rewoge hat nun die Reißleine gezogen und auf den Grünflächen der Mariefred- und Toftlundstraße sowie der Ascheberger Straße und Am Stadion ein generelles Hundeverbot verhängt. Rewoge-Geschäftsführer Stephan Greiner-Petter bedauert, zu solch drastischen Mitteln greifen zu müssen. „Die Verursacher sind nur eine Handvoll Leute, und wegen ihnen müssen jetzt alle Hundehalter darunter leiden“, sagt er. Doch bisher hätten die Gassi-Sünder keine Einsicht gezeigt. Im Gegenteil, sowohl die Mitarbeiter Köhlers als auch die Greiner-Petters hätten berichtet, beschimpft worden zu sein, wenn sie die Verursacher zur Rede stellen wollten. „Ich bin wirklich kein Freund von Verboten. Ich bin an Lösungen interessiert“, so der Rewoge-Chef. Einfach nur Spender für Kotbeutel aufzustellen, genüge jedoch nicht. Da zu befürchten sei, dass die Tüten dann irgendwo entsorgt würden, müssten auch Behälter aufgestellt werden. Die Kosten dafür möchte Greiner-Petter aber nicht auf die Mieter umlegen, weil dies ungerecht gegenüber allen Nichthundehaltern wäre.
„Am einfachsten wäre es, wenn die Verursacher ihr Verhalten überdenken“, sagt er.