25 Jahre LHG
: Vielfalter flattern nur drinnen

Das  Louise-Henriette-Gymnasium feiert  sein 25-Jähriges Bestehen. Die AG für Toleranz überreichte dazu ihre Vielfalter als Geschenk. Die gleichnamige Skulptur vor der Schule gibt es aber vorerst nicht.
Von
Klaus Grote
Oranienburg
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  • Die AG für Toleranz hatte die Vielfalter zusammen mit den Künstlern Sveta Esser-Pauker und Alexander Pauker entwickelt.

    Die AG für Toleranz hatte die Vielfalter zusammen mit den Künstlern Sveta Esser-Pauker und Alexander Pauker entwickelt.

    Klaus D. Grote
  • T-Shirt für die Chefin: Gabriele Schiebe ist seit 25 Jahren dabei.

    T-Shirt für die Chefin: Gabriele Schiebe ist seit 25 Jahren dabei.

    Klaus D. Grote
  • Süßes zum Jubiläum: Daniel Langhoff brachte eine Torte mit.

    Süßes zum Jubiläum: Daniel Langhoff brachte eine Torte mit.

    Klaus D. Grote
  • 25 Jahre Louise-Henriette-Gymnasium: Falter für die Vielfalt, ein T-Shirt für Direktorin Gabriele Schiebe, eine Torte vom ehemaligen Schüler Daniel Langhof und Freude über die Erinnerungen im kleinen Schulmuseum, das für diese Woche eingerichtet wurde.

    25 Jahre Louise-Henriette-Gymnasium: Falter für die Vielfalt, ein T-Shirt für Direktorin Gabriele Schiebe, eine Torte vom ehemaligen Schüler Daniel Langhof und Freude über die Erinnerungen im kleinen Schulmuseum, das für diese Woche eingerichtet wurde.

    Klaus D. Grote
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Am Montag gab es ein riesiges Kuchenbuffet für die Schüler: Mehr als 50 Torten und Kuchen hatten die Lehrer gebacken. In einem Klassenraum wurde ein Museum eingerichtet mit Erinnerungsstücken und Fotos aus 25 Jahren Schulgeschichte. Die Schüler durften sogar Wünsche aufschreiben. Auf einem der Wunschzettel stand „Schulbar“. Direktorin Gabriele Schiebe wünschte sich vor allem eine neue Decke. Denn in weiten Teilen des Gebäudes werden die Decken und darunter verlaufenden Kabel erneuert. "Wie beim Schulstart vor 25 Jahren unterrichten wir heute wieder auf einer Baustelle“, sagte Gabriele Schiebe.

Ein Wunsch der Schüler bleibt zunächst jedoch unerfüllt. Die Vielfalter der AG Toleranz, die als große und begehbare Skulptur im Rosengarten vor der Schule errichtet werden sollten und dafür als Vorschlag für den aktuellen Bürgerhaushalt eingereicht wurden, kommen nicht zur Abstimmung. „Leider ist die gute Idee mit dem Budget nicht umsetzbar“, sagte Stadtsprecher Gilbert Collé. Von 237 Vorschlägen kommen vom 7. bis 25. Oktober 66 Ideen zur Abstimmung. Einige Vorschläge seien mehrfach genannt worden, andere aus Kostengründen nicht umsetzbar, darunter der Vorschlag zur Einrichtung einer IT-Hochschule in Oranienburg, sagte Collé. Für die auf meterhohen Stelen angebrachten Schmetterlinge aus Metall würden Sicherungen notwendig, die das maximale Budget von 20 000 Euro für einen Einzelvorschlag weit übertreffen würden. Sozialdezernentin Stefanie Rose bemühe sich aber um Fördermittel, um die Skulptur vielleicht doch noch zu ermöglichen.

Die AG für Toleranz am LHG hatte die Vielfalter zusammen mit den Künstlern Sveta Esser-Pauker und Alexander Pauker entwickelt. Zunächst entstand ein Herz aus vielen bunten, von den Schülern individuell gestalteten Schmetterlingen, die Vielfalt symbolisieren. Das Kunstwerk, das nach Ende der Bauarbeiten im Eingangsbereich aufgehängt werden soll, wurde am Montag überreicht. Max Rothe sagte dazu: „Wir wünschen uns, dass das LHG ein Ort der Vielfalt und Toleranz bleibt“. Gabriele Schiebe versprach, dass sie sich weiterhin für eine lebenswerte Schule einsetzen wolle. „Wir sind Louise“, wiederholte sie eine Satz, der oft bemüht, aber auch passend sei. Die Direktorin verglich die Schule mit einer Familie, in der es neben Zusammenhalt manchmal eben auch Schwierigkeiten gebe.

Seit 25 Jahren Teil der LHG-Familie sind ein Dutzend der knapp 60 Lehrkräfte sowie der Hausmeister Herr Constabel. Sie alle erhielten am Montag blaue T-Shirts mit dem Schullogo und dem eigenen Namen darauf von Schülern überreicht. Dazu gab es eine Geburtstagstorte mit Foto vom ehemaligen Schüler und Fördervereinsvorsitzenden Daniel Langhoff. Eine weitere Torte hatte Paula Schelenz von der AG Toleranz für die Schule gebacken. Die zweistöckige Erdbeer-Sahne-Torte war rosafarben umhüllt, auf der Oberfläche flatterten wiederum viele kleine Schmetterlinge.

Der mit vielen Gesichtern der Schule versehene Satz „wir sind Louise“ wird noch in dieser Woche als Fotodruck vor dem Sekretariat aufgehängt. Am Mittwochabend treffen sich die Ehemaligen in ihrem Gymnasium wieder, um gemeinsam alte Erinnerungen wach werden zu lassen. Am Dienstag und Mittwoch berichten ehemalige Schüler im Unterricht über ihren Werdegang.

Zuerstnamenlos

Das damals noch namenlose Gymnasium nahm den Schulbetrieb am 22. August 1994 mit 423 Schülern in 16 Klassen und 26 Lehrkräften auf. Am 30. September wurde das Haus offiziell eröffnet.

Die Schulkonferenz hatte sich für Kurfürstin Louise Henriette als Namensgeberin entschieden. Zur Wahl standen auch Walther Bothe und Max Rehberg. Der damalige Landrat favorisierte den Mathematiker Leonard Euler. Der Kreistag entschied erst 1995.