Der NWA habe sich zum Ziel gesetzt, möglichst alle Siedlungen in dem doch recht weitläufigen Ortsteil an die zentrale Abwasserentsorgung anzuschließen. Für den Bereich Teich- und Triftweg werde das mit der Erschließung der Stolzenhagener Kolonie-West erfolgen. Ähnliches gelte für die Siedlung am Rahmer See, die ebenfalls mit den Kanalbauarbeiten von der Stolzenhagener Seite aus erschlossen werde.
Nicht glücklich sind die Wensickendorfer damit, dass im eigentlichen Ortskern die Zühlsdorfer Straße und der Lubowseeweg bisher nicht an die zentrale Abwasserentsorgung angeschlossen sind. Aber auch das soll nach Aussage von Matthias Kunde nicht unter den Tisch fallen. Er äußerte sich optimistisch, dass dieses Vorhaben eventuell in den NWA-Wirtschaftsplan 2021 mit aufgenommen werden könnte, dieser Abschnitt  also in absehbarer Zeit an die Reihe kommen dürfte.
Bis Mitte September werde das neue Kanalnetz noch  überprüft und es fänden dann noch etwaige Nachbesserungsarbeiten statt. Alle Anlieger würden seitens des NWA vorher informiert, ab wann sie ihre Abwässer in das zentrale Netz leiten dürfen, so Kunde.
Der Vorsteher räumte ein, dass die Qualität der mobilen Grubenabfuhr durch den vom NWA beauftragten Dienstleister, dem zum Jahresende gekündigt wurde, seit einiger Zeit mehr als zu wünschen übrig lasse. Bei der neuen europaweiten Ausschreibung der mobilen Abfuhr werde man sich am Ende nicht mehr für den billigsten Anbieter entscheiden, sagte Kunde. Er hoffe, dass die durch den NWA jetzt ergriffenen  Maßnahmen bis Ende September wieder zu einer verlässlicheren Entsorgung bei der Grubenentleerung führe.
Zur Sprache kam in Wensickendorf auch das Problem des zu bestimmten Tageszeiten auftretenden Druckverlustes im Trinkwassernetz. Auf ein Sprengverbot wie in den  Vorjahren habe er diesen Sommer verzichtet, weil es sich ohnehin nur sehr schwer durchsetzen lasse. Das Problem sei nicht zu wenig Wasser, sondern die übergroße Nachfrage zu bestimmten Tageszeiten. Das Leitungsnetz des NWA sei seinerzeit nur für die Belieferung mit Trinkwasser konzipiert worden. Als Quelle für die Gartenbewässerung und zu Feuerlöschzwecken diene es eigentlich nicht.
"Deshalb werden wir temporär immer wieder mal Probleme mit dem Druck bekommen. Aber Investitionen für ein für alle Fälle geeignetes Leitungssystem würde den Verband mit Kosten von mehr als 20 Millionen Euro finanziell überfordern", sagte Kunde. Der NWA arbeite aber daran, die Trinkwasserversorgung zu optimieren. Die in Stolzenhagen geplante Druckerhöhungsstation werde ab kommenden Sommer zu einer deutlichen Stabilisierung des Trinkwassernetzes im westlichen Versorgungsgebiet führen, zeigte sich der Vorsteher sicher. Für eine gewisse Entlastung und eine Verbesserung des Drucks habe es auch beigetragen, dass Teile von Zühlsdorf nicht mehr vom Wasserwerk Prenden, sondern von Basdorf aus versorgt würden.

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Infokästen haben ab sofort keinen blauen Punkt vorne, sondern nur einen gefetteten Anlauf.

Infokästen haben ab sofort keinen blauen Punkt vorne, sondern nur einen gefetteten Anlauf. Und am Ende steht ein Kürzel. kürzel