Affäre
: Oranienburger Woba-Managerin kündigt wegen Differenzen mit Holding-Chef Assadi

Mitten im größten Neubauvorhaben der Woba-Geschichte hat die zuständige Projektleiterin ihren Job bei Oranienburgs städtischem Wohnungsunternehmen gekündigt. Als Grund nennt die 49-Jährige schwere Differenzen mit Holding-Geschäftsführer Alireza Assadi.
Von
Klaus Grote
Oranienurg
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Die Planerin hatte gerade den zweiten Bauabschnitt zur Erweiterung der Weißen Stadt in Oranienburg vorbereitet. Jetzt geht sie von Bord.

Klaus D. Grote

Ihre Begründung der Kündigung erhielten die Stadtverordneten am Montag indirekt schriftlich. Schon im Mai hatten ein anonymer Brief und ein Schreiben von Woba-Geschäftsführer Bernd Jarczewski zu Vorgängen in der Holding für Unruhe gesorgt. Die Stadtverordneten beschlossen am Montagabend die Einrichtung eines Untersuchungsausschusses. Außerdem soll der Holding-Aufsichtsrat eine Wirtschaftsprüfung des städtischen Konzerns veranlassen. Dem Beschluss vorausgegangen war eine emotionale Debatte mit zum Teil sehr persönlichen Vorwürfen.

Er begrüße den Ausschuss, sagte Holding-Geschäftsführer Alireza Assadi, als er am Dienstag die erste Holding-Bilanz vorlegte. Das Geschäftsjahr 2019 sei mit einem Überschuss von 1,92 Millionen Euro abgeschlossen worden. Der Verbund der städtischen Gesellschaften habe zu einem Steuervorteil von 784 000 Euro geführt. Dadurch könne der städtische Haushalt entlastet werden. Das Potenzial der Steuervorteile liege bei 1,3 Millionen Euro, so Assadi.

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Für das laufende Jahr sei wegen der Pandemie mit zehn Prozent weniger Ertrag zu rechen. „Das ist noch im erträglichen Rahmen“, sagte Assadi. Der Verbund habe geholfen, die SOG mit der Turm-Erlebniscity wegen ausgebliebener Einnahmen während der Zwangsschließung vor der Insolvenz zu retten. Insgesamt sei die Holding, „eines der wichtigsten und stärksten kommunalen Unternehmen zwischen Berlin und Hamburg“ auf einem gleichmäßigen und guten Weg, sagte Bürgermeister Alexander Laesicke.