"Alle Bewohner des Hauses wurden evakuiert und ein Sperrkreis eingerichtet", erläuterte Ariane Feierbach. Einige Mieter kamen bei Verwandten und Bekannten unter. Für sechs Bewohner organisierte die Stadtverwaltung am späten Abend Zimmer im Oranienburger Stadthotel.
Zwei Menschen sei zudem so übel gewesen, dass diese in ein Krankenhaus gebracht wurden. Drei weitere Personen mussten außerdem vor Ort von den Einsatzkräften der drei Rettungswagen ärztlich behandelt werden. Einsatzleiter Jens Pamperin sagte am Freitagmorgen, dass aber niemand ernsthaft verletzt wurde.
Unmittelbar nach der Evakuierung des Wohnhauses begannen die Kameraden der Feuerwehr mit der Suche nach der Geruchsursache. "Wir haben das Treppenhaus sowie 13 Kellerräume durchsucht", sagte Jens Pamperin. Dabei seien verschiedene Flüssigkeiten gefunden worden, die untersucht wurden. Um 2.40 Uhr wurde der Einsatz Freitagmorgen beendet. Die Feuerwehr vermutet, dass es sich bei der Substanz um Buttersäure handelt. Ein Nachweis stehe noch aus. Die Kriminalpolizei hat entsprechende Ermittlungen übernommen.
Für die Versorgung der Einsatzkräfte sorgten Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes Gransee. Die an dem Einsatz beteiligten Kameraden kamen aus Oranienburg, Sachsenhausen und Friedrichsthal.