B 96a
: Neue Pläne für die Bergfelder Brücke

Der Landesbetrieb Straßenwesen möchte die Einengung der B 96a über die Brücke in Bergfelde verhindern. Es soll doch eine Kappenverbreitung geben.
Von
Amy Walker
Bergfelde
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Die Bahnbrücke in Bergfelde soll nun doch nicht eingeengt werden. Stattdessen wird überlegt, durch einen Anbau den Bereich für Fußgänger und Radfahrer zu verbreitern.

Jürgen Liebezeit

„Die Tatsache, dass die Stadt über die Einengung einer Bundesstraße ernsthaft nachdenkt, hat der Diskussion ganz gut getan. Der Landesbetrieb ist bemüht, das abzuwenden“, sagte Baudezernent Hans Michael Oleck im Bauausschuss vergangene Woche. Stattdessen wolle der Landesbetrieb bewirken, dass der Gehweg durch eine Kappenverbreitung, also ein Anbau an die Brücke, vergrößert werde. Für die Stadt würde diese Variante erheblich mehr Kosten mit sich bringen: Für die Ausweitung der Brückenkappe würden 200 000 Euro anfallen, zuzüglich der Kosten für eine Bahnsperrung. Außerdem würde die Verbreitung der Brückenkappe wesentlich mehr Zeit in Anspruch nehmen, so Oleck.

Die Verwaltung plant nun, mit dem Landesbetrieb weitere Gespräche zu führen. Eventuell könne festgelegt werden, dass, wenn die Kosten für die Kappenverbreitung deutlich höher werden als die geplanten 200 000 Euro, der Landesbetrieb sich bereiterklärt, diese Mehrkosten zu tragen. „Wenn der Landesbetrieb es ohne die Bahnsperrungen hinbekommen könnte, dann finde ich es eine gute Idee — dann wäre die Einengung auch vom Tisch“, so Oleck. Er hofft, dass die Verbreitung in den nächsten zwei Jahren realisiert wird. „Aus meiner Sicht zieht sich das Ganze schon viel zu lange hin.“

Die Stadtpolitiker zeigten sich offen für eine Zurückstellung der Einengung — in der Diskussion behaupteten einige Ausschussmitglieder sogar, dass sie nie die Einengung befürwortet hätten, obwohl das Abstimmungsergebnis zu dem Beschluss eine andere Geschichte erzählt. Damals hatte es im Bauausschuss nur eine Gegenstimme von Marcel Dieck (CDU) gegeben. Die Kappenverbreitung erschien den meisten Anwesenden jetzt doch die bessere Lösung zu sein.

Oliver Jirka (B 90/Grüne) äußerte seine Sorge, dass sich die Lösungsfindung nun weiter verzögert, wo sich doch täglich Schüler in Gefahr bringen würden. Trotzdem werde jetzt erst abgewartet, wie die Gespräche mit dem Landesbetrieb weitergingen. „Der Landesbetrieb hat uns zugesichert, spätestens im April mit einem Kostenvoranschlag auf uns zuzukommen“, so Oleck.