Bahn
: Sonderfahrt mit dem neuen Intercity

Ab Sonntag halten in Oranienburg einzigartige Doppelstockzüge mit viel Platz und neuem Komfort. Ab Mai geht die Fahrt bis nach Warnemünde.
Von
Klaus Grote
Oranienburg
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  • Der neuer Intercity: Die 2017 gebauten Doppelstockwagen des Herstellers Stadtler wurden von der österreichischen Westbahn gekauft und umlackiert. Die Bahn stellte den ersten Zug im Februar in Berlin vor.

    Der neuer Intercity: Die 2017 gebauten Doppelstockwagen des Herstellers Stadtler wurden von der österreichischen Westbahn gekauft und umlackiert. Die Bahn stellte den ersten Zug im Februar in Berlin vor.

    Klaus D. Grote
  • Die weißen Doppelstockzüge fahren ab Sonntag im Zwei-Stunden-Takt zwischen Rostock und Dresden mit Halt in Oranienburg.

    Die weißen Doppelstockzüge fahren ab Sonntag im Zwei-Stunden-Takt zwischen Rostock und Dresden mit Halt in Oranienburg.

    Klaus D. Grote
  • Im Oberdeck des Intercity stehen neben Einzelsitzen unterscheidliche Sitzlandschaften zur Verfügung.

    Im Oberdeck des Intercity stehen neben Einzelsitzen unterscheidliche Sitzlandschaften zur Verfügung.

    Klaus D. Grote
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Der neue IC 17 übertreffe die Erwartungen, heißt es bei der Bahn. Zwar lägen noch keine offiziellen Fahrgastzahlen vor, doch sei das Angebot sehr stark nachgefragt. „Vier Bundesländer haben schlagartig ein neues Fernverkehrsangebot bekommen“, erklärt Ingo Priegnitz von DB Fernverkehr den Erfolg. Für die Fahrt nach Rostock verkürzt sich die Fahrzeit im Vergleich zum Regionalexpress um 40 Minuten. Hinzu kommt die Möglichkeit, Sitzplätze zu reservieren. Tickets gibt es (ohne Bahncard) ab 17,90 Euro. Bis zum 31. März können für Fahrten für die folgenden sechs Monaten zudem Supersparpreis–Tickets für 12,90 Euro gelöst werden. Mit Bahncard sinkt der Preis dann unter zehn Euro für die gesamte Strecke Rostock–Dresden. VBB–Tickets des Nahverkehrs gelten im IC nicht. Daran wollen Bahn und VBB für den Abschnitt Oranienburg–Berlin auch festhalten, weil parallel S–Bahn und Regionalzüge fahren.

Mit zwei Sonderzügen macht die Bahn am Sonnabend Werbung für die neuen Doppelstockwagen. Zunächst wird in Rostock ein Zug auf den Namen „Mecklenburgische Ostseeküste“, in Dresden ein Zug auf den Nahmen „Dresden Elbland“ getauft. Beide Züge fahren nach Berlin und treffen am Gleis 2 im Hauptbahnhof aufeinander, bevor sie zurück fahren. In Oranienburg wird der Sonderzug aus Rostock um 12.11 Uhr an Gleis 28 erwartet. Weiterfahrt ist um 12.18 Uhr. Der Zug ist geladenen Gästen vorbehalten.

Der reguläre Betrieb startet am Sonntag in Oranienburg um 7.56 Uhr Richtung Dresden (Ankunft (10.40 Uhr) und um 8.05 Uhr Richtung Rostock (Ankunft 9.36 Uhr). Der erste öffentliche Zugfür alle Fahrgäste fährt aber bereits am Sonnabend nach Rostock. In Oranienburg können Fahrgäste um 16.05 Uhr zusteigen, teilte die Bahn der Redaktion exklusiv mit.

Die bisher auf der Strecke eingesetzten alten Reisezüge werden komplett ersetzt. Die 2017 gebauten Doppelstockwagen des Herstellers Stadtler hat die Bahn von der österreichischen Westbahn gekauft. In Deutschland fahren diese Züge bislang nicht. Weil die Wagen weiterhin zur Inspektion in die Werkstatt nach Wien müssen, fährt nun täglich ein Intercity als Nachtzug über Nürnberg nach Wien. Abfahrt in Oranienburg: 21.56 Uhr. Ankunft in Wien: 10.45 Uhr. Mit Umstiegen ist Wien auch in gut neun Stunden zu erreichen. Die Bahn will vor allem Spät– und Frühverbindungen auf der Strecke schaffen.

Ab Mai fahren die Intercitys weiter bis nach Warnemünde Der Bahnhof befindet sich am Kreuzfahrtterminal. „Vom Zug kann man direkt in die Aida umsteigen“, sagt Ingo Priegnitz. Außerdem hält der IC 17 ab Mai auch am Flughafen Schönefeld, nach der Eröffnung des neuen Flughafens dann am neuen BER–Flughafen. Der Intercity ist damit vorerst der einzige Fernverkehrszug für den alten und für den neuen Flughafen.

Wermutstropfen zum Start der neuen Doppelstockzüge: Die für Freitag geplante Freigabe des in den vergangenen vier Monaten neu eingebauten Fahrstuhls zum S–Bahngleis im Bahnhof Oranienburg verzögert sich um mindestens elf Tage. Es seien fehlerhafte Aufzugtüren geliefert worden, teilte die Bahn auf Nachfrage mit.