Bauarbeiten
: Auf den letzten Drücker schweben Klassenräume ein

Die Erstklässler und die vierte Klasse an der Grundschule Friedrichsthal ziehen zum Unterricht in Container ein.
Von
Friedhelm Brennecke
Friedrichsthal
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Ein Container für Grundschule Friedrichsthal schwebt ein.

Friedhelm Brennecke

„Es handelt sich um insgesamt zwölf Container, die zu einem Ganzen verbunden sind, zwei Schulklassen Platz bieten und auch noch über zwei Teilungsräume verfügen“, sagt Heidrun Gassan, Amtsleiterin für Grundstücks– und Gebäudewirtschaft. Die Stadt hat die Containeranlage für drei Jahre gemietet, zahlt dafür 300 000 Euro plus 10 000 Euro für die Erschließung des Platzes auf dem Schulgelände.

Schon vor einem Jahr habe sich die Stadt um eine Containerlösung bemüht. Die Ausschreibung musste wegen exorbitanter Kosten aber wieder aufgehoben werden, sagt Heidrun Gassan. Die Firma, die bei der zweiten Ausschreibung den Zuschlag bekommen habe, sei im Mai abgesprungen. "Zum Glück konnte uns jetzt die Firma Kleusberg mit Bestandscontainern helfen“, sagt Heidrun Gassan.

„Wir freuen uns natürlich, dass sich mit der Containerlösung die prekäre Platzsituation bei uns entspannt“, sagt Schulleiterin Antje Ernst. Toll sei, dass die Grundschule jetzt erstmals über zwei Teilungsräume verfügen könne. „Denn so etwas gab es bei uns bisher nie, weil einfach der Platz nicht da war“, erklärt Antje Ernst. Jeweils 25 Kinder der neuen ersten und der vierten Klasse werden ab Montag in die Containeranlage einziehen. „Allerdings sei es eine riesige Herausforderung, die Räume so kurzfristig einzurichten“, bedauert Antje Ernst, dass die Container auf den allerletzten Drücker aufgestellt  wurden. Heute muss das alles über die Bühne gehen, damit die Kinder zur Einschulung am Sonnabend ein vollständiges Klassenzimmer vorfinden.