"Der Treck war so lang, dass die ersten Fahrzeuge in Birkenwerder gemeldet wurden, als die letzten gerade in Nassenheide abgefahren sind", sagte der Potsdamer Polizeisprecher Mario Heinemann am Nachmittag dieser Zeitung. Auf den Punkt gebracht: Der Konvoi war ziemlich genau 20 Kilometer lang. Eine genaue Zahl der durch Oberhavel fahrenden Traktoren konnte die Polizei zwar nicht nennen. Heinemann schätzte aber, dass es mehr als 1 000 waren.
Autofahrer mussten sich hinten anstellen. "Es rollt, aber es rollt langsam", hieß es schon am Vormittag aus der Polizeidirektion Nord in Neuruppin. "Das Verkehrs-Chaos in Oberhavel haben die Kollegen in Zusammenarbeit mit den Ordnungskräften gut gemanagt", zog Potsdams Polizeisprecher Heinemann am Nachmittag eine erste Bilanz des Einsatzes. Es sei zwar ein Polizist bei Absperrmaßnahmen in Hohen Neuendorf angefahren worden. Jedoch nicht von einem Traktor, sondern von einem Auto. Auch habe der Kollege keine gravierenden Verletzungen erlitten – er konnte seinen Dienst fortführen. "Um die Verkehrsbehinderungen so gering wie möglich zu halten, durften die Trecker auf der B 96-neu deshalb auch beide Fahrspuren nutzen."
Am Nachmittag setzte der Rückreiseverkehr ein. Er traf Oberhavel im Berufsverkehr. Laut Polizeisprecher Mario Heinemann begleitete die Polizei einen Konvoi aus 87 Traktoren durch Oberhavel Richtung Norden. Die Begleitung, die bis etwa 20 Uhr andauern sollte, verlief störungsfrei, sagte Heinemann am Dienstagabend.
Da Landwirte aus ganz Deutschland mit Treckern zu dem Protest in Berlin angerollt waren, wird die Rückreise auch am Mittwoch noch andauern, kündigte Polizeisprecher Heinemann an.