Bergfelder Ortsdurchfahrt
: Fast freie Fahrt ab Freitag

Die Bauarbeiten auf der L 171 in Bergfelde wurden im Rekordtempo durchgezogen. Die abschließende Deckschicht kommt aber erst im Frühjahr.
Von
Jürgen Liebezeit
Bergfelde
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Bauleiter Rainer Hollin freut sich ebenso wie Bürgermeister Steffen Apelt, dass die Ortsdurchfahrt ein Jahr früher als ursprünglich geplant wieder zur Verfügung steht.

Jürgen Liebezeit

So wird auf der Hohen Neuendorfer Straße zwischen Ortsausgang und der B 96 a eine Ampel den Verkehr regeln, da die Straße halbseitig für die Lagerung von Baumaterial genutzt wird. Die Steine und der Schutt sollen in den nächsten Tagen abgeholt werden. Auf der L 171 ist im Bereich des Einkaufszentrums HDZ und beim Altenheim auch mit Bodenwellen zu rechnen, da die Deckschicht noch nicht aufgebracht werden konnte.

Deshalb sind die Bauarbeiten auf der L 171 auch nur unterbrochen. „Das Wetter war einfach zu schlecht, um die abschließende Deckschicht aufzubringen“, teilte der technische Bauleiter Rainer Hollin von der Arbeitsgemeinschaft Eurovia–Strabag am Donnerstag nach der Baustellenbegehung mit. Um die letzte Schicht auftragen zu können, muss die Temperatur auch in der Nacht um die zehn Grad Celsius betragen. „Das war nicht der Fall“, so Hollin. Es hätte lediglich einen Tag mit optimalen Bedingungen gebraucht. Die letzte Schicht wird nun im Frühjahr aufgebracht.

Nach einer reinen Bauzeit von nur neun Monaten ist es somit fast gelungen, die gesamte Fahrbahnlänge von 1,8 Kilometern grundhaft zu erneuern. Ursprünglich sollten die Bauarbeiten ein Jahr länger dauern. Durch das Vorziehen der letzten Bauabschnitte konnte die Bauzeit auf Kosten einer längeren Vollsperrung verkürzt werden. Die Maßnahme kostet insgesamt 2,75 Millionen Euro, 500 000 Euro davon trägt die Stadt.

Der Umleitungsverkehr über die Bundesstraßen hatte in den vergangenen Monaten immer wieder für Unmut bei den Autofahrern und Anliegern gesorgt. Vielfach suchten Ortskundige auch Abkürzungen durch die Wohngebiete. Die Anwohner im Ludwig–Richter–Viertel in Birkenwerder protestierten mit Plakaten im Garten und in den politischen Sitzungen dagegen.