Beschluss
: Klares Bekenntnis zum Kitabau

Ob mit oder ohne Fördermittel, die neue Kita „Spieleparadies“ in Teschendorf wird gebaut. Dazu haben sich die Gemeindevertreter per Beschluss bekannt.
Von
Volkmar Ernst
Teschendorf
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Ein Spieleparadies für Kitakinder soll in Teschendorf entstehen (Symbolfoto).

dpa

Seit Jahren wächst die Einwohnerzahl im Löwenberger Land, da die Gemeinde als Wohnstandort immer attraktiver wird. In Berlin arbeiten und dennoch im Grünen wohnen, das ist gerade für Familien mit Kindern ein Grund, sich für eine Immobilie in einem der berlinnahen Ortsteile zu entscheiden. Vor allem Nassenheide, Grüneberg, Neulöwenberg, Löwenberg und Teschendorf sind begehrte Wohnstandorte auf Grund der guten Verkehrsanbindung an die Hauptstadt. Doch ebenso wichtig ist eine intakte Infrastruktur mit Einkaufsmöglichkeiten, Schule und Kindereinrichtungen.

Erweiterung der Kitaplätze

Die Gemeinde hat darauf unter anderem mit der Fortschreibung der Kitabedarfsplanung reagiert. Denn mehr Familien bedeutet auch mehr Kinder, die in Kitas untergebracht werden müssen. Deshalb werden die vorhandenen Kitas saniert, erweitert auch neue gebaut. Die Planungen für den Anbau in Grüneberg sind bereits erfolgt. Nun geht es konkret um den Ersatzbau für das in die Jahre gekommene Spieleparadies in Teschendorf. Da eine Sanierung des vorhandenen Gebäudekomplexes finanziell wenig sinnvoll ist, soll auf dem Gelände an der „Straße am See“ eine neue Kita gebaut werden. Mindestens 90 Betreuungsplätze sind dort geplant. Eine geforderte Option ist, dass eine Kapazitätserweiterung auf bis zu 120 Plätze möglich ist. Umgekehrt soll der Bau so angelegt werden, dass bei einer sinkenden Kinderzahl einige Räume auch anderweitig genutzt werden können, beispielsweise vom Jugendclub oder von den Senioren. Deshalb gilt die klare Forderung, dass der Bau ebenerdig und vor allem barrierefrei errichtet wird.

Mit einer Summe von rund einer Million Euro rechnet die Gemeinde für den Ersatzbau. Klar, dass Fördermittel, sofern das möglich ist, dafür beantragt werden sollen. Doch selbst wenn das nicht möglich sein sollte, wird die Kita gebaut. Dazu haben sich Gemeindevertreter im Verlauf ihrer jüngsten Sitzung bekannt. Zusätzlich wurde die europaweite Ausschreibung, die bei einem solchen Projekt zwingend vorgeschrieben ist, auf den Weg gebracht. Die wird allerdings nicht die Verwaltung vorbereiten, sondern ein externes Büro. Dabei verzichten die Abgeordneten bewusst auf einen Architektenwettbewerb und favorisieren alternativ die getrennte Ausschreibung der Architekten- und Ingenieurleistungen. Diese sollen in drei separaten Losen  vergeben werden: die Gebäudeplanung und die Planung der Freizeitanlage, die Statik- und Tragwerksplanung sowie der technische Bereich (Heizung und Sanitär). Bei einem Architektenwettbewerb hätte die Gemeinde den Siegervorschlag umsetzen müssen. Durch die Lose hält sich die Gemeinde die Option offen, bei Bedarf auch später noch auf die Planungen Einfluss nehmen zu können.

Im Verlauf der Sitzung am 8. Mai soll zudem über den Bebauungsplan für die Kita entschieden werden, da sich das Areal dafür im Außenbereich befindet.

Kindereinrichtungenin der Gemeinde

Im Löwenberger Land werden rund 600 Kinder in sieben Kindereinrichtungen betreut. Sie befinden sich in Falkenthal  "Kinderland", in Gutengermendorf "Knirpsenland", in Grüneberg "Pusteblume", in Grieben "Regenbogen", in Löwenberg "Rosenschloss", in Teschendorf "Spielparadies" und in Nassenheide "Wiesengrund".

Die Eröffnung einer privaten Kita im ehemaligen Kindergästehaus in Nassenheide ist im Sommer geplant.⇥veb