Bilanz: Das Weihnachtsgeschäft in Oberhavel fällt sehr unterschiedlich aus

Nani’s Spieleparadies in Oanienburg: Dieses Jahr lief das Weihnachtsgeschäft schlecht.
Burkhard KeeveAuch die Lebensmittelläden werden Rekordumsätze verbuchen, so viel ist sicher. Denn Heiligabend und über die Feiertage soll die Tafel stets reichlich gedeckt sein.
„Brandenburgs stationärer Handel profitiert vom 23. und vom 24. Dezember“, sagt Günter Päts, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Berlin–Brandenburg. „Der Online–Handel als Konkurrenz fällt zu dieser Zeit raus, weil der nicht mehr rechtzeitig liefern kann.“
Im verkaufsstarken Vorweihnachtsgeschäft hätten sich auch viele Familien große und teure „Geschenke erfüllt“, so Päts, zum Beispiel Waschmaschinen oder Handstaubsauger. Für Brandenburg erwartet Günter Päts ein ähnlich umsatzstarkes Jahr wie 2018. „Es bewegt sich auf Vorjahresniveau“, sagt Päts. Während die Runge–Buchhandlung in der Kreisstadt diesen Trend bestätigt und sich freut, dass die Kunden trotz e–books „weiterhin gerne Bücher kaufen und verschenken“, hat der Oranienburger Spielzeugladen Nani´s Kinderparadies mit Umsatzeinbrüchen zu kämpfen. „Es ist katastrophal“, sagt Inhaber Riccardo Koch. Zwar stehen die Kunden am 23. Dezember Schlange an der Kasse, doch das Weihnachtsgeschäft insgesamt, „ist extrem schlecht gewesen“, so Koch. Auch der eigene Onlinehandel sei davon betroffen. „Warum das so ist, können wir uns nicht erklären. Das müssen wir noch analysieren.“ Auch, dass der Spielzeugladen noch am 24. Dezember bis 13 Uhr geöffnet hat, „kann unser Weihnachtsgeschäft nicht mehr retten“, sagt Riccardo Koch am Montag leicht resigniert.
