Blumenkübel
: Harsche Kritik aus dem Waldseeviertel

Der Sprecher der Bürgerinitiative für Verkehrsberuhigung greift Glienicke an. Die Vorwürfe werden zurückgewiesen.
Von
Jürgen Liebezeit
Glienicke
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Der Streit interessiert die Menschen: Gut 150 Personen kamen am Montag zum Glienicker Informationsabend.

Jürgen Liebezeit

Unmut über Wortwahl

In seiner Stellungnahme ist Ortmann nicht gerade zimperlich bei der Wortwahl: „Den gewählten Populisten und Demagogen fällt nichts Besseres ein, als in ausschweifender Polemik ständig zu wiederholen, dass sie Straßensperrungen an den Landesgrenzen unbedingt verhindern wollen.“ Er behauptet, dass Glienicke bei der Lösung des Pendlerproblems versagt habe und macht das an Bürgermeister Hans–Günther Oberlack (FDP) fest. „Eine Alternative ist von den Sturköpfen aus Glienicke bislang nicht vorgelegt worden“, so Ortmann.

Bürgermeister Oberlack weist die Vorwürfe zurück und bedauert den Ton: „Das ist kein guter Stil.“ Er wiederholt stattdessen das Gesprächsangebot an Reinickendorf. Ähnlich sieht es auch Gemeindevorsteher Uwe Klein (SPD), der die Stellungnahme zurückhaltend bewertet: „Ich halte nichts von verbaler Aufrüstung.“ Das Ziel von Oberlack und Klein ist weiterhin, gemeinsam mit Reinickendorf das Verkehrsproblem ohne Sperrungen vernünftig zu lösen und dabei die Interesse der Anlieger zu berücksichtigen. Oberlack betont weiter, dass seiner Verwaltung bislang keinerlei Initiativen von Reinickendorfer Seite vorliegen.

Die Bezirksverordnetenversammlung berät am 11. März  die Empfehlung des Verkehrsausschusses, mit temporäre Modalfiltern das Hermsdorfer Waldseeviertel vor Durchgangsverkehr zu schützen. Die Sperrungen sind zeitlich befristet. Die Auswirkungen sollen untersucht werden, bevor eine endgültige Entscheidung getroffen wird. Die Sitzung beginnt um 17 Uhr.

Wer in der Einwohnerfragestunde Rederecht bekommen möchte, muss sich bis Freitag online anmelden. Das entsprechende Formular gibt es auf der Homepage des Bezirks.