Blutspenden
: DRK warnt vor dramatischer Lage bei Blutkonserven in Oberhavel

Der Bedarf an Blutkonserven ist nach den Lockerungen in den Kliniken sprunghaft angestiegen. Gleichzeitig sinkt die Spendenbereitschaft.
Von
Burkhard Keeve
Oberhavel
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Das DRK hofft, dass in den kommenden Wochen wieder mehr Blut gespendet wird. Denn die Blutkonserven werden knapp.

Kay Nietfeld

Nach dem Shutdown hätte der reguläre Betrieb in den Kliniken zu einem sprunghaften Anstieg des Bedarfs an den lebensnotwendigen Blutpräparaten geführt. „Gleichzeitig mit dem Anstieg sind aber die Spendenzahlen zurückgegangen“, so Kerstin Schweiger. Zu Beginn der Corona–Krise sei die Hilfsbereitschaft und die Spendenbereitschaft „exorbitant gewesen“, so die Sprecherin des DRK–Blutspendedienstes Nord–Ost, „dafür können wir uns nur bedanken“. Aber Blutkonserven seien teilweise nur wenige Tage haltbar. Hinzu kommt, dass dem Blutspendedienst viele Orte während der Pandemie weggebrochen sind. „Sonst sind wir oft in Schulen, Kitas und Altenheimen, um Blutspender zu empfangen“, so Schweiger.

Nun sei es wichtig, auch schon mit Blick auf die spendenarme Zeit während der Sommerferien, dass „wieder mehr gespendet wird, auch unter den immer noch erschwerten Bedingungen“, sagt Kerstin Schweiger. Denn es gebe weiterhin Zugangskontrollen, die Körpertemperatur werde gemessen und auch ein Mund–Nasen–Schutz müsse noch immer getragen werden. Schweiger: „Wir brauchen jetzt regelmäßige Spenden. Am besten ist es, Termine online zu buchen.“

Einen Sondertermin zur Blutspende gibt es am 1. Juni, 10 bis 14 Uhr, beim DRK Oranienburg, Berliner Straße 104.