Bombe weg: Oder-Havel-Kanal für Schifffahrt wieder frei

War nach dem neuerlichen Bombenfund einen Monat lang gesperrt gesperrt: der Oder-Havel-Kanal zwischen Oranienburg und Lehnitz. Nun dürfen ihn Schiffe wieder befahren.
Tilman TrebsDenn obwohl die gefährliche Bombe am Ufer des Kanals nun beseitigt ist, bleibt den Binnenschiffern nur wenig Zeit, ihre Fracht über die in diesem Jahr problematische Passage zwischen Berlin und Stettin zu bringen. Bereits am 2. Januar wird das Schiffshebewerk Niederfinow für die üblichen Winterreparaturarbeiten gesperrt. Erst ab März kann der Oder-Havel-Kanal dann wieder durchgängig befahren werden.
Die Reedereien hatten in diesem Jahr stark unter den Bombenfunden am Treidelweg zu leiden. Bereits im April waren dort zwei Blindgänger gefunden worden. Entschärft wurden sie im Juli. Der Oder-Havel-Kanal wurde im Frühjahr zunächst voll gesperrt. Ab Ende April war die Wasserstraße nur nachts und am Wochenende geöffnet. Leidtragende waren neben der Güterschifffahrt im Sommer auch Freizeitkapitäne und Fahrgast-Reedereien. Nach dem dritten Bombenfund blieb der Kanal ab November für rund einen Monat gesperrt. Zum zweiten Mal mussten danach Lieferungen für das Stahlwerk in Hennigsdorf sowie für das Betonwerkin Oranienburg aufwändig auf Straße und Schiene verlagert werden. Der Oder-Havel-Kanal gilt auf dem Wasser als eine der wichtigsten Transitstrecken zwischen Polen, Westdeutschland und den Niederlanden.
