Bomben in Oranienburg: Suche nach Blindgänger im Zentrum, das sind die Pläne

In der Bernauer Straße in Oranienburg werden die Gehwege nach Kampfmitteln abgesucht.
Stefan Zwahr- In der Bernauer Straße läuft die Kampfmittelsuche – Geh- und Radwege sind eingeschränkt.
- Die Suche dauert nur noch rund vier Monate, da die Fahrbahnsanierung verschoben wurde.
- Parktaschen an der Sparkasse bleiben voraussichtlich bis zum 15. Mai gesperrt.
- Bohrlöcher werden per Hand erstellt und mit Metalldeckeln gesichert, Auswertung braucht Wochen.
- Ziel ist eine kurze Straßensperrung, damit der Landesbetrieb später zügig sanieren kann.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
In Oranienburg bleibt das Thema Kampfmittel aktuell. Hunderte Blindgänger werden noch im Boden vermutet. Die Suche nach den Überresten sorgt im Frühjahr 2026 für Einschränkungen in der Innenstadt: Radwege sind teilweise nicht befahrbar, auch auf Gehwegen gibt es Hindernisse.
Seit einigen Wochen werden die Gehwegbereiche in der Bernauer Straße abgesucht. Dabei gibt es neue Entwicklungen – und durchaus positive Nachrichten. Der bislang kommunizierte Zeitraum für die Kampfmittelsuche hat sich verändert.
Das geht aus einer schriftlichen Mitteilung der Stadtverwaltung hervor.
Bernauer Straßein Oranienburg: Kampfmittelsuche geht schneller
„Die Kampfmittelsuche wird nur noch rund vier Monate, statt wie ursprünglich geplant acht bis neun Monate, in Anspruch nehmen“, teilt Stadtsprecherin Eike-Kristin Fehlauer mit. Der ursprünglich kommunizierte Zeitraum habe die Sanierung der Fahrbahn eingeschlossen. Hintergrund: Der Landesbetrieb Straßenwesen hatte geplant, die Fahrbahn umfangreich zu sanieren.
Nun weiß auch die Stadtverwaltung, dass der Landesbetrieb kürzlich bekanntgegeben hat, seine Sanierung zu verschieben. „Aktuell ist davon auszugehen, dass der Baustart noch in diesem Jahr unrealistisch ist“, hatte Landesbetrieb-Sprecherin Dorothée Lorenz Ende März auf Nachfrage erklärt. Dass die Straßenbaumaßnahme nicht wie ursprünglich vorgesehen umgesetzt werden könne, wird mit den umfangreichen Vorarbeiten zur Kampfmittelsondierung begründet.
Dadurch ändert sich laut Fehlauer der Bauablauf bei der Absuche der Gehwegbereiche in der Bernauer Straße. Zwischen Sachsenhausener Straße und Mühlenfeld erfolgen die Arbeiten auch weiterhin abschnittsweise, „ein Abschnitt ist circa 50 Meter lang“. Die Stadt erklärt: Weil vor Ort besonders viele Versorgungsleitungen in der Erde liegen, müssen zwei verschiedene Firmen jedes einzelne Bohrloch per Hand bis dort, wo die Leitungen liegen.
„Die Löcher werden dann mit einem Metalldeckel gesichert.“ Erst wenn die Radarmessungen erfolgt seien und die Auswertung der Messdaten vorliege, können die Bohrlöcher wieder verschlossen werden. „Das kann mehrere Wochen in Anspruch nehmen.“
Bombensuche in Oranienburg: Parktaschen bleiben gesperrt
Fußgänger können über die Metallabdeckungen laufen, Autos dürfen aufgrund ihres Gewichts jedoch nicht drüberfahren. „Die Parktaschen, die sich auf der Seite der Sparkasse befinden, müssen deshalb noch voraussichtlich bis zum 15. Mai gesperrt bleiben“, betont die Sprecherin.
Aktuell laufen die Sucharbeiten auf Seite der Sparkasse, anschließend wird noch einmal auf die Seite des Boulevards zurückgewechselt. Hintergrund ist, dass pro Gehwegseite circa drei Bohrreihen nötig sind, um die Flächen vollständig untersuchen zu können.
Ziel eins ist es, dass der Landesbetrieb Straßenwesen schnellstmöglich mit der Kampfmittelsuche im mittleren Fahrbahnbereich und der Sanierung der Fahrbahn starten kann. Zudem soll die Straßensperrung so kurz wie möglich gehalten werden. Darum wurden zunächst nur die fahrbahnnahen Bohrreihen gesetzt – „damit konnte nämlich auch gleich der äußere Teil der Fahrbahn untersucht werden“.
Da nun der Landesbetrieb Straßenwesen seine Arbeiten verschiebe, wird die gebäudenahe Bohrreihe auf Boulevard-Seite schon jetzt gesetzt, sobald der Bereich auf Seite der Sparkasse fertig ist, und nicht wie ursprünglich geplant später.
Durch die umfangreiche Kampfmittelsuche, die die Stadt Oranienburg derzeit durchführt, ergeben sich nach den Worten von Fehlauer gute Voraussetzungen für die Sanierung der Fahrbahn in den Händen des Landesbetriebes Straßenwesen. „Es muss nur noch ein vergleichsweise kleiner Bereich in der Mitte der Fahrbahn abgesucht werden. Dadurch kann auch die Sperrung der Straße einigermaßen kurz gehalten werden.“
Insgesamt verlaufen die Arbeiten gut und planmäßig. Die Stadtverwaltung und alle beteiligten Firmen arbeiten daran, dass die Veranstaltung „Koofen und Schwoofen“ am 24. April wie gewohnt und unter besten Bedingungen stattfinden kann.



