Brandschutzeinheit: Fünf neue Feuerwehrautos für fünf Kommunen in Oberhavel

Das Modell der Feuerwehr-Löschgruppe Krewelin soll auch für die 5 genannten Standorte angeschafft werden. Zu sehen sind: Ortsvorsteherin Andrea Henke, Landrat Ludger Weskamp, Stellvertretender Kreisbrandmeister Gert Ritter, Ortswehrführer Henry Jaquet und Ordnungsdezernent Matthias Rink (v. l.).
Landkreis OberhavelDer Kreistag hatte die Erweiterung im Dezember vergangenen Jahres beschlossen. „Grund sind die gestiegenen Anforderungen an die Brandschutzeinheiten der vergangen Jahre aufgrund der enormen Dürre und damit einhergehender Flächen– und Großwaldbrände vor allem im ländlichen Bereich“, sagte Landrat Ludger Weskamp (SPD). „Die vergangenen trockenen Sommer haben unsere Kameradinnen und Kameraden über Gebühr gefordert und schon jetzt zeichnet sich ab, dass das Frühjahr wieder viel zu trocken sein wird.“
Angeschafft werden die jeweils 370 000 Euro teuren Fahrzeuge für Feuerwehren in Fürstenberg, dem Amt Gransee und Gemeinden, der Stadt Zehdenick, dem Löwenberger Land sowie der Stadt Kremmen. Der Landkreis übernimmt jeweilsdie Hälfte der Kosten, erwartet aber im Gegenzug, „dass die Tanklöschfahrzeuge bei Großschadenslagen im Brand– und Katastrophenfall der vom Landkreis koordinierten Brandschutzeinheit zur Verfügung“ gestellt werden. Insgesamt beteiligt sich der Kreis also mit 925 000 Euro.
„Dass der Fokus bei der Auswahl auf den Norden gefallen ist, ergibt sich aus der aktuellen Situation. Südlich von Kremmen sind derzeit 16 Tanklöschfahrzeuge stationiert, nördlich dagegen sind lediglich 13 Tanklöschfahrzeuge verfügbar, von denen fünf den Nutzungszeitraum von 20 Jahren bereits überschritten haben. Dieses Ungleichgewicht werden wir nun beseitigen. Schließlich sind die Auswirkungen des Klimawandels vor allem im ländlichen Raum des Nordens in den vergangenen Jahren deutlich spürbar. Das Einsatzaufkommen ist stetig gestiegen und Dauer und Aufwendungen für die Einsätze haben ein bisher nicht gekanntes Maß erreicht“, erläuterte der für den Brand– und Katastrophenschutz zuständige Dezernent, Matthias Rink. Mit der Auslieferung der eigens angefertigten Tanklöschfahrzeuge wird zum Ende des Jahres 2021 gerechnet.
Im Landkreis Oberhavel gibt es 15 Freiwillige Feuerwehren mit 71 Ortsfeuerwehren. Etwa 1 700 aktive und 800 Kameradinnen und Kameraden in den Jugendfeuerwehren versehen derzeit den freiwilligen Dienst. Zusätzlich sind 580 Kameradinnen und Kameraden in den Alters– Ehrenabteilungen tätig. Von den 15 Feuerwehren sind acht anerkannte Stützpunktfeuerwehren, deren Technik bei Bedarf von den Trägern des Brandschutzes im Land Brandenburg genutzt werden kann: Fürstenberg, Gransee, Zehdenick, Kremmen, Oranienburg, Velten, Mühlenbecker Land, Hennigsdorf. Die Anerkennung erfolgt durch das Innenministerium des Landes Brandenburg.
