Bus in Oberhavel: Mehr Geld für die Fahrer – das steht im neuen OVG-Tarifvertrag

Die OVG erhöht die Gehälter ihrer Busfahrer. Was der neue Tarifabschluss beinhaltet und was den Beschäftigten gezahlt wird.
Sophie Brachvogel-LüttkeGute Nachrichten für die Busfahrer in Oberhavel: Rückwirkend zum 1. Juli 2024 erhöht sich das Gehalt. Ab 2025 gibt es eine Erhöhung. Grund ist ein neuer Tarifvertrag, den die Oberhavel Verkehrsgesellschaft (OVG) mit der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi abgeschlossen hat.
„Danach werden sich die Gehälter spürbar erhöhen“, teilt Holding-Sprecherin Sabine Fussan in einer Pressemeldung mit. Auch die weiteren Zuschläge werden angehoben. „Wir freuen uns, unserem Fahrpersonal und den Mitarbeitenden in der OVG-Verwaltung diesen guten Tarifabschluss bieten zu können“, betont OVG-Geschäftsführer Andreas Ernst.
Ab 2025 zahlt die OVG Busfahrern über 3000 Euro
Basis dafür sei der TV-N 2024 für den kommunalen Nahverkehr in Brandenburg. „In unserem Haustarifvertrag haben wir darüberhinausgehende Festlegungen treffen können“, so Ernst. Damit sei die OVG „bestmöglich aufgestellt, um Personal an uns zu binden und in der aktuellen Situation des Fachkräftemangels anderen Verkehrsunternehmen einen Schritt voraus zu sein“.
Seit 1. Juli 2024 wird dem Fahrpersonal in der Einstiegsgruppe 5 Stufe 1 ein Gehalt in Höhe von 2963 Euro gezahlt, ab 1. Januar 2025 sind es 3022 Euro.
„Streik Ende Januar hat viel gebracht“
Auch Verdi-Verhandlungsführer Jens Gröger, der für die Tarifverträge Nahverkehr in Brandenburg zuständig ist, freut sich über den erfolgreichen Abschluss: „Wir haben einen guten Kompromiss erzielt.“
Ende Januar 2024 hatte es einen Streik der Busfahrer der OVG gegeben. „Wir haben keinen riesigen Arbeitskampf geführt und dafür haben wir ein gutes Ergebnis mit diesem Haustarifvertrag erzielt“, erklärt Jens Gröger.
Die Teildienst-Zuschläge wurden von zwei Euro auf sieben Euro erhöht. „Gerade im ländlichen Raum gibt es viel Schülerbeförderung, diese spielt sich vor allem am frühen Morgen und dann wieder am Nachmittag ab“, erklärt Gröger. Die Busfahrer hätten dann oftmals dazwischen vier Stunden frei, die sie aber oft nicht zu Hause aufgrund der weiten Anfahrt verbringen könnten. Für diese Zwischendienste gebe es nun eine erhöhte Entlohnung.
Auch monetäre Zuwendungen zusätzlich zum Gehalt erfreuen ab 2025 die Busfahrer. Jährlich erhalten die Beschäftigten eine einmalige Sonderzahlung in Höhe von bis zu 1000 Euro. Außerdem zahlt sich eine lange Betriebszugehörigkeit aus. Ab fünf Jahren ist ein Jubiläumsgeld von einmalig 1000 Euro fällig. „Es gibt zudem einen weiteren Urlaubstag, insgesamt jetzt 29 Tage. Urlaubsgeld wird in Höhe von bis zu 1300 Euro gezahlt", heißt es in der Pressemitteilung der Holding.
