Corona-Pandemie: Erste Karnevalsvereine in Oberhavel sagen Veranstaltungen ab

Beim Leegebrucher Karneval im Februar dieses Jahres war die Welt für die Narren noch in Ordnung. Doch dann kam Corona...
Katja Schrader„Es wird eine ruhige und traurige Saison“, lautet die Prognose von Frank Meier, dem Vorsitzenden des Marwitzer Carneval Clubs 1972. Dieser musste seinen Mitgliedern vor wenigen Tagen mitteilen, dass die 50. Session, „die wir in großem Stil mit vielen befreundeten Vereinen begehen wollten“, nicht wie ursprünglich gedacht stattfinden kann. „Die aktuellen Umstände lassen eine Planung und Durchführung unserer Feier leider nicht zu.“ Da Karneval nicht systemrelevant sei, „beugen wir uns natürlich der jetzigen Situation und passen uns den Gegebenheiten an“.
Ähnlich formuliert es Nico Martin, Vorsitzender vom Carneval Club Leegebruch. „Zum jetzigen Zeitpunkt geben das Infektionsgeschehen und die damit verbundenen Abstands– und Hygieneregeln keinerlei Planungssicherheit“, lautet seine Begründung dafür, dass es keine öffentliche Veranstaltung zur Eröffnung der Karnevalssaison geben wird. „Schweren Herzens sind wir zu der Entscheidung gekommen, den 11.11.2020 nicht offiziell zu zelebrieren.“
Die Organisation einer Veranstaltung mit Abstandsregeln sowie der Einhaltung zahlreicher Hygienevorschriften „ist aus derzeitiger Sicht schlicht und ergreifend unmöglich“ – zumal kein Mensch wisse, was nächste Woche passiert. Ob es Veranstaltung geben wird, sei noch nicht abschätzbar. Nico Martin: „Wir machen uns gerade Gedanken, wie wir die Schlüsselübergabe sichtbar machen können. Alles andere ist, Stand jetzt, nicht vertretbar.“ Zudem teilte der CCL mit, dass es kein neues Prinzenpaar gibt. Prinz Patrick I. und Prinzessin Monique I. regieren weiter.
Bei anderen Vereinen, wie dem Fürstenberger Carnevals-Klub, sind noch keine abschließenden Entscheidungen gefallen.
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