Ehrenamt: Freiwillig in die Maskenproduktion
„Doch jetzt wird das Material knapp“, sagt Anja Schmidt–Kloske. Rund 90 Masken haben sie in ihrer Freizeit schon hergestellt, weil sie mitbekommen haben, wie der Maskenmangel die gesamte Gesundheitsbranche quält. „Unsere Behelfsmasken haben Pflegeheime erhalten“, sagt die Leegebrucherin, „doch jetzt haben wir einen Großauftrag von einer Einrichtung in Hohen Neuendorf erhalten, den wir auch gern erledigen möchten: 300 Stück. Allerdings reicht unser Vorrat an Stoff nur noch für 100 Masken“, so Anja Schmidt–Kloske. Also müsse Nachschub her. „Am besten ist kein weißer, sondern ein farbenfrohen Baumwollstoff.“
Die Übergabe der fertigen Masken erfolgt über den Gartenzaun, sicher verpackt und desinfiziert. Die 44–Jährige macht wie so viele Homeoffice. Sie soll ihr Haus aber in Corona–Zeiten sowieso nicht verlassen, da sie wegen einer Vorerkrankung zur Risikogruppe gehöre.
Schön weich am Ohr
„Für mich ist das eine schöne Ablenkung“, sagt Anja Schmidt–Kloske. Mittlerweile ist sie zu einer routinierten Maskennäherin geworden. Nur zehn Minuten benötigt sie für einen behelfsmäßigen Mund– und Nasenschutz. Sie nimmt zwei zugeschnittene Stoffquadrate, legt sie übereinander, macht eine Falte und näht alles zusammen. Dann befestigt sie noch die Bänder. „Gummiband ist dafür nicht geeignet.“ Sie verwendet T–Shirt–Stoff als Binde. „Das ist schön weich am Ohr.“ Außerdem könne so alles gut gewaschen und gebügelt werden. Für ihre Masken nimmt sie reinen Baumwollstoff. „Der muss unbedenklich sein und darf keine Schadstoffe erhalten“, sagt sie.
Die Leegebrucherin würde sich aber nicht nur über Material freuen, sondern auch über weitere Nähwillige, die sie und die Pflegeeinrichtungen unterstützen.
Kontakt nach Leegebruch am besten per E–Mail: mailananja@web.de


