Eis essen in Spandau
: Eiscafé Florida eröffnet neue Filiale – Angebot und Preise

Eis geht immer – auch im Winter! Passend dafür eröffnet ein neues Eiscafé im Westen von Spandau. Warum das Angebot und vor allem die Preise besonders sind.
Von
Jessica Neumayer
Spandau
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Spandau hat zukünftig wieder zwei Eiscafé-Filialen von Florida Eis green. Für den Standort der zweiten Filiale hat sich Geschäftsführer Olaf Höhn preislich und optisch etwas Besonderes ausgedacht.

Jessica Neumayer

Florida Eis ist nicht nur in Berlin-Spandau eine bekannte Marke. Deutschlandweit gibt es das handgemachte, Co2-neutral produzierte Eis aus eigener Herstellung zu kaufen. Wartezeiten von einer halben Stunde sind bei Sonnenschein vor dem Eiscafé in der Klosterstraße 15 keine Ausnahme. Jetzt eröffnet Geschäftsführer Olaf Höhn eine zweite Filiale im Stadtteil von Berlin – und das an einem einzigartigen Standort.

Höhn hatte es schon mal mit einer zweiten Filiale probiert. Dafür hat er extra die Ellipse am Rathaus Spandau bauen lassen. Während diese Fläche derzeit immer noch leer steht und inzwischen auf einen Käufer wartet, hat sich Höhn schon einem neuen Herzensprojekt hingegeben. Am Mittwoch, 31. Januar, wurden die Türen erstmals für Gäste geöffnet.

Kauf der Immobilie aus besonderem Grund

Das neue Café ist im wahrsten Sinne ein kleines Haus am Rande der Stadt. Das Gebäude ist mit 200 Quadratmetern wirklich nicht groß. Und 600 Meter entfernt beginnt schon Dallgow-Döberitz, das im brandenburgischen Havelland liegt. Die Entscheidung für den Standort Am Zeppelinpark 12 sei weniger eine Profit- als mehr eine Bauchentscheidung gewesen, berichtet Café-Hausleitung Heike Pfiffer. In dem kleinen, runden Gebäude habe es zuvor einen Imbiss gegeben.

Sehr groß ist das neue Café von Florida Eis green nicht. Dafür ist es ein besonderer Ort mit Geschichte. Das Gebäude wurde im Jahr 1927 gebaut, ebenso wie das Gebäude des ersten Eiscafés von Florida Eis in der Klosterstraße 15. Im Sommer wird es auch Plätze auf der kleinen Terrasse daneben geben, inklusive Kinderspielbereich.

Jessica Neumayer

Dieser zog aus. Da die Florida Eis Manufaktur in der Nähe ihre Produktionsstätte hat, wurde Höhn auf die Immobilie aufmerksam. Als er erfuhr, dass diese 1927 gebaut wurde, und damit ebenso alt ist wie die Filiale in der Klosterstraße, entschied er, dort ebenfalls ein Eiscafé zu eröffnen.

Angebot angepasst an den Standort

Ganz kurzsichtig war er dabei nicht. Der Standort wirkt vielleicht auf den ersten Blick etwas abgeschlagen. Doch genauer betrachtet bietet er ein gutes Ausflugsziel – spätestens im Sommer, wenn das nahe Sommerbad Staaken wieder öffnet.

Um das Café herum befänden sich auch viele Unternehmen und Produktionsstätten, die in der Pause bestimmt gerne vorbeikämen, so Pfiffer. Das Angebot werde jedoch auch dementsprechend angepasst. „Es wird auch ein kleines Frühstücksangebot und einen Mittagssnack geben.“

Die Ausrichtung auf ein weiteres Essensangebot neben dem sonst im Eiscafé üblichen sei auch für die Leitung neu. Seit 25 Jahren arbeitet Heike Pfiffer bei Florida Eis. Die letzten zehn Jahre davon als Hausleiterin. Sie sorgt dafür, dass in den Cafés alles rund läuft und sieht der neuen Herausforderung freudig entgegen. „Hier kamen auch während der Bauarbeiten schon immer wieder Leute vorbei und fragten, wann wir endlich aufmachen.“

Es wurde bewusst kein großer Rummel um die Eröffnung gemacht, berichtete Pfiffer. Der erste Tag sei dementsprechend auch noch recht wenig besucht gewesen. Doch schon der zweite Tag sei bestens gelaufen. „Es kommen viele Leute zum Frühstücken oder um Sachen mitzunehmen“, lautet die erste kurze Bilanz der Hausleitung nach wenigen Tagen.

Milch- und Fruchteis sowie drei vegane Eissorten im Angebot

Der Hauptfokus würde weiterhin auf dem Eisangebot liegen. Dieses sei zwar nicht so groß, wie in der Klosterstraße, aber bis zu 14 Sorten verschiedener Milch- und Fruchteissorten werden angeboten. Drei weitere Eisvariationen in der Kühltheke sind vegan.

Wer nach der Renovierung 2019 noch die Eiscafé-Filiale in der Ellipse besucht hat, wird sich vielleicht an die Einrichtung erinnern. Die Stühle und Sitzbänke im Retrostil gab es dort auch schon. Nach der Schließung waren sie noch wie neu und werden jetzt für das neue Eiscafé genutzt.

Jessica Neumayer

Piffer liefert einen besonderen Anreiz, das Café zu besuchen. Die Preise werden in der neuen Filiale etwas niedriger sein als im Café in der Klosterstraße. Eine Familienpackung beispielsweise koste im neuen Café nur 4,50 Euro, während man im Café beim Rathaus 40 Cent mehr zahle. „Wir wurden immer gefragt, ob wir auch einen Fabrikverkauf anbieten, aber das machen wir nicht“, sagt Pfiffer.

Stilvolle Einrichtung – retro trifft modern

Der neue Standort wirkt hingegen wie ein Kompromiss. Schon beim Eintreten bekommt der Gast das Gefühl, an einem besonderen Ort zu sein – retro trifft modern. An den mintgrün gestrichenen Wänden hängen viele Bilderrahmen mit verschiedenen Motiven von Landkarten über Gebäudebildern bis hin zu kleinen Gemälden. Die Einrichtung ist farbenfroh, aber nicht aufdringlich. Stühle und Sitzbänke sind im sogenannten Retrostil gehalten. Große Pflanzen und Birkenstämme als Raumteiler lassen alles natürlicher wirken. Es ist ein Ort, an dem sich auch der Chef gerne länger aufhält. Dafür hat er sich sogar eine abgeschirmte Sitzecke einrichten lassen, zum Beispiel für Besprechungen im kleinen Kreis.

Eine kleine mit einer Glaswand abgetrennte Ecke im Café ist reserviert für den Geschäftsführer Olaf Höhn. Hier kann er arbeiten und auch Meetings in kleiner Runde abhalten.

Jessica Neumayer

Wer 2019, kurz vor Beginn der Corona-Pandemie, noch in der Eisfiliale in der Ellipse war, dem wird die neue Einrichtung bekannt vorkommen. „Wir haben alles wiederverwendet. Wir hatten damals gerade frisch renoviert, bevor alles schließen musste“, sagt Pfiffer, „Es ist quasi alles noch neu.“ Schon bald, nachdem Cafés wieder Gäste empfangen durften, entschied sich Höhn für die Schließung der Filiale am Rathaus Spandau.

Problematische Umbauten und Denkmalschutz

Während die Einrichtung nun also unproblematisch war, gestalteten sich die Umbauten weniger einfach. Das kleine Gebäude steht unter Denkmalschutz, was Baupläne an sich oft schon herausfordernder mache. „Das Gebäude war in einem schlechten Zustand“, sagt Höhn. Die Brandverkleidung und die kompletten Stromleitungen mussten erneuert werden. Das seien alles Dinge, die man vorher nicht immer weiß. „Und dann kostetet es letztendlich doch mehr als vorher gedacht“. Rund 150.000 Euro hat Höhn in die neue Filiale investiert.

Café-Hausleitung Heike Pfiffer ist seit 25 Jahren bei Florida Eis angestellt. Seit zehn Jahren sorgt sie als Hausleitung dafür, dass in den Cafés alles in Ordnung ist. Auch in der neuen Filiale wird sie dafür sorgen, dass alles rund läuft.

Jessica Neumayer

Einen besonderen Hingucker hat Höhn auch noch geplant. „Auf das Dach des Eiscafés kommt noch ein Zeppelin aus Kunststoff.“ Den habe er günstig gebraucht erstehen können und er passe perfekt zum Standort, der früher ein Rundflugplatz war, berichtet Höhn. Derzeit wird der Zeppelin noch auf Vordermann gebracht, da er mit Stützen präpariert werden muss. Im Gespräch mit dem Denkmalschutz ist Höhn ebenfalls, damit alles seine Richtigkeit hat.

Das jetzige Eiscafé mit Platz für 42 Gäste sei die ehemalige Tankstelle des Flugplatzes gewesen. Energie tanken kann man dort auch jetzt noch, doch eher in Form von süßen Eismomenten oder einer kleinen Auszeit. „Im Sommer wird es auch Sitzgelegenheiten vor dem Haus und einen Spielbereich für Kinder geben“, gibt Piffer einen kleinen Einblick, was in den Sommermonaten noch passieren wird.

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