Sie gehören zu den Ärmsten der Armen, werden wie Menschen dritter Klasse behandelt - die Quechua sprechenden Nachfahren der Inkas in Peru. Auf 10.000 Menschen kommen gerade mal vier Mediziner. Viele Kinder sterben bereits im Säuglingsalter. Die meisten Menschen können sich nicht mal die Fahrt zum nächsten Krankenhaus, geschweige denn die Kosten der Behandlung leisten.

Armenkrankenhaus von Curahuasi 2007 eingeweiht

Völlig anders ist die Situation im Armenkrankenhaus von Curahuasi, das trotz zahlreicher bürokratischer und finanzieller Hürden vom deutschen Ärzte-Ehepaar Klaus-Dieter und Martina John und dem Verein Diospi Suyana im Jahr 2007 eingeweiht wurde. Dort wird erfolgreich nach dem Vorbild von Albert Schweitzer gearbeitet, und es konnten seitdem bereits mehr als 380.000 Patienten behandelt werden. Diospi Suyana betreibt außerdem ein Kinderclubhaus, einer internationale christliche Schule und ein Medienzentrum, in dem Radio- und Fernsehsendungen produziert werden.

Bundesverdienstkreuz für das Ärzte-Ehepaar

In Anerkennung seiner Arbeit für das Gesundheitswesen für die Ärmsten der Armen wurde das Ärzte-Ehepaar, das unter den Quechuas lebt, 2018 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. Viele Menschen und Unternehmen haben sich vom Enthusiasmus der Familie John anstecken lassen und unterstützen deren Arbeit mit Geld- und Sachspenden.
Krankenhausdirektor Dr. Klaus-Dieter John ist derzeit zu Vorträgen in Deutschland unterwegs. Am 18. September berichtet er um 19 Uhr im Oranienwerk, Kremmener Straße 43, über die ungewöhnliche Geschichte des Missionshospitals Diospi Suyana. Dabei stellt er auch sein drittes Buch „Auf dem Wasser laufen - der Glaube als Härtetest“ vor.
Die Evangelisch-freikirchliche Gemeinde Oranienburg, die zu der Veranstaltung einlädt, empfiehlt eine Sitzplatzreservierung unter Anmeldung@efg-oranienburg.de. Infos gibt auch Tobias Kühl unter Telefon 0179 2150692.

Medizin und Medien


Neben dem Missionshospital, das alle Bedürftigen behandelt, betreibt der Verein Diospi Suyana noch ein Medienzentrum. „Mit der besten Botschaft für die Welt“ lautet das Motto von Diospi-Suyana-Radio-TV. Damit handelt es sich im weitesten Sinne um einen christlichen Familiensender mit Programmen in den Bereichen Glaube, Gesundheit, Kultur, Musik und Schule. Die Arbeit des Missionshospitals Diospi Suyana wird unter anderem von Firmen wie Dräger Medical, Siemens, Sandoz. Viessmann und Sirona unterstützt.