Epidemie in Brandenburg: Mann aus Oberhavel hat sich mit Coronavirus infiziert

Ein Behandlungsort: Berliner Charité
dpa/Jörg CarstensenKonkret handelt es sich um einen Mann, der von einer Reise aus Südtirol in Italien zurückgekehrt sei, erläutert Schulze weiter. An den vergangenen Tagen habe der Mann unter hohem Fieber gelitten. Inzwischen sei er „häuslich isoliert“ worden und befinde sich in einem stabilen Zustand. Das Gesundheitsamt recherchiere derzeit sämtliche Kontakte des Mannes, teilte Landkreissprecherin Ivonne Pelz mit. Außerdem seien umgehend das Potsdamer Gesundheitsministerium über den Fall in Kenntnis gesetzt sowie notwendige weitere Schritte abgestimmt worden.
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„Der Landkreis Oberhavel beobachtet die Situation ganz genau“, erklärt Amtsarzt Schulze weiter. Das Robert-Koch-Institut veröffentlicht täglich einen neuen Lagebericht, der im Kreisgesundheitsamt fachintern ausgewertet werde, so dass alle „immer auf dem aktuellsten Stand“ seien. Auch der Landrat und die gesamte Hausleitung würden regelmäßig informiert. Dies geschehe bereits, seitdem die ersten Fälle in China aufgetreten sind.
Angesichts der jüngsten Entwicklung bei der Verbreitung des neuartigen Coronavirus will Brandenburgs Gesundheitsministerium am Dienstag über die aktuelle Lage informieren.
Als Reaktion auf den ersten an dem Virus Erkrankten im Landkreis sowie einer deutlichen Zunahme an Fragen von Einwohnern hat der Landkreis eine Telefonhotline eingerichtet. Diese ist von Montag bis Sonnabend in der Zeit von 8 bis 15 Uhr unter der Rufnummer 03301 6013900 zu erreichen. Insbesondere können Anrufer Fragen zu Symptomen und zum korrekten Verhalten nach Reisen in Risikogebiete sowie Kontakten zu Menschen, die sich in Risikogebieten aufgehalten haben, stellen. Zudem können Nachfragen per E-Mail an das Gesundheitsamt des Landkreises gerichtet werden. Die Email-Adresse lautet ges.corona@oberhavel.de. Informationen gibt es zudem auf der Internetseite www.oberhavel.de/Bürgerservice/Gesundheit.