Feuerwehr im Dauereinsatz: Wälder und Stall in Flammen aufgegangen

Feuerwehren aus dem Löwenberger Land und aus Gransee sind jetzt in Großmutz im Einsatz, wo ein Rinderstall brennt (Julian Stähle).
Julian StähleNach Angaben der Feuerwehrleitstelle war der Waldbrand in Nassenheide gegen 6 Uhr morgens am Teerofener Weg ausgebrochen. Er breitete sich auf einer Fläche von etwa einem Hektar aus. Das Feuer war am Vormittag unter Kontrolle gebracht worden. Gegen 14 Uhr konnte der Einsatz beendet werden.
Zunächst waren die Nassenheider Feuerwehr und Löschzüge des Löwenberger Landes ausgerückt. Später übernahm den Waldbrandeinsatz die Oranienburger Feuerwehr, sagte ein Sprecher der Leitstelle der Feuerwehr in Eberswalde am Vormittag. Denn die Löwenberger Einsatzkräfte wurden am Vormittag auch wieder bei einem Waldbrand in Grüneberg gebraucht. Dort war bereits am Dienstagnachmittag ein Feuer auf knapp 5 000 Quadratmetern ausgebrochen und unter anderem ein hölzener Unterstand vernichtet worden. Die Feuerwehren waren stundenlang im Einsatz. Am Mittwoch loderten die Flammen bei Grüneberg erneut auf. Diesmal waren rund 200 Quadratmeter betroffen, hieß es aus der Leitstelle der Feuerwehr.
Wie der Einsatzleiter der Oranienburger Feuerwehr, Stephan Liedtke, vor Ort erklärte, habe es in Nassenheide zwei von einander getrennte Brandstellen gegeben. Es sei deshalb von Brandstiftung auszugehen. Am Einsatz seien in der Spitze 45 Feuerwehrleute gewesen, auch aus Gransee und Sachsenhausen. Zu kämpfen hatten sie nicht nur mit den Flammen, sondern auch mit der brütenden Hitze durch das heiße Sommerwetter.
In Nassenheide kommt es immer wieder zu Waldbränden. In der Gegend wird ein Brandstifter vermutet, der bislang aber nicht ermittelt werden konnte. Mehrere Kommunen haben gemeinsam eine fünfstellige Belohnung zur Ergreifung des Täters ausgelobt.
Am frühen Nachmittag brach dann ein Brand in einem Rinderstall in Großmutz aus. 40 Tiere mussten in Sicherheit gebracht werden.