Fliesenleger
: Solide Ausbildung Grundlage des Erfolgs

Thomas Eichstädt ist seit 25 Jahre Fliesenlegermeister. Seitdem führt er seinen Betrieb mit sieben Mitarbeitern recht erfolgreich.
Von
Friedhelm Brennecke
Zehlendorf
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Seit 25 Jahren Meister seines Fachs: Thomas Eichstädt, Fliesenlegermeister aus Zehlendorf.

Friedhelm Brennecke

„Wir haben recht gut zu tun. Ich habe deshalb nicht alle Jubiläen im Kopf. Da muss ich erst einmal auf den Meisterbrief schauen“, sagt Thomas Eichstädt, als er aus Anlass seines 25–jährigen Meisterjubiläums um einen Termin gefragt wird. Der eingerahmte Brief hängt hinter seinem Schreibtisch an der Wand. Eichstädt aber schaut nach vorn. Das hat er immer getan, seitdem er sich in die Selbstständigkeit gestürzt hat. Sein Handwerk als Fliesen–, Platten– und Mosaikleger hat der gebürtige Zehlendorfer von der Pike auf gelernt, unter anderem natürlich auch auf dem Lehrbauhof in Oranienburg.

Dass eine gute Berufsausbildung die Grundlage für ein erfolgreiches Handwerk ist, war Thomas Eichstädt immer klar. Deswegen lag ihm die Lehrlingsausbildung stets besonders am Herzen. Vor zehn Jahren würdigte ihn die Kreishandwerkerschaft mit einer Urkunde dafür, dass er bis zu diesem Zeitpunkt bereits 27 jungen Männern, die Chance gab, das Handwerk des Fliesenlegers zu erlernen.

In Spitzenzeiten beschäftigte der Betrieb 20 Menschen, heute sind es noch acht mit dem Chef. Das Auf und Ab, dem je nach wirtschaftlicher Lage, Unternehmen ausgesetzt sind, hat auch Thomas Eichstädt mitgemacht. Als Handwerksbetriebe wegen der Schwarzarbeit vor Jahren mehr und mehr in die Defensive gerieten, hat Eichstädt darauf mit seinem A–Team reagiert. Das war eine  Ausbildungsgesellschaft von Lehrlingen, die ihre Leistungen unter meisterlicher Aufsicht in eigener Regie verrichteten und preiswerter anbieten konnten.

Zwei Lehrlinge, darunter auch ein syrischer Familienvater, erhalten derzeit ihre Ausbildung in dem Zehlendorfer Betrieb, der vor allem Aufträge in der Region abarbeitet. Komplettbäder mit der Koordination aller Gewerke gehören natürlich dazu. Richtig große Projekte wie das Hotel Hafen Hamburg und das Feriendorf Rheinsberg seien nach wie vor Top–Referenzen, sagt Thomas Eichstädt. Er selbst hat ein altes Bauerngehöft, das dem Verfall schon recht nahe war,  in Zehlendorf mit viel Liebe modernisiert und zum Firmensitz ausgebaut. Seine beiden Söhne, 21 und 15 Jahre alt, haben eher andere Interessen und stehen als Nachfolger in dem erfolgreichen Handwerksbetrieb nach jetzigen Stand wohl nicht zur Verfügung.