Dass diese Frage einmal einem Fußballfan gestellt werden würde, daran war zu Beginn dieses Jahres nicht zu denken. Jetzt, viele Monate ohne einen einzigen Zuschauer in einem Stadion später, gehört sie aber wohl dazu. Wie war es, mal wieder auf den Rängen bei einem Spiel dabei zu sein? Jochen Malinowski sagt „unglaublich gut. Es war richtig schön, wieder im Stadion An der Alten Försterei zu sein“.

Nicht nur ein Testspiel

Dabei war es dem Fan des 1. FC Union Berlin auch völlig egal, dass es sich nur um ein Testspiel gegen Nürnberg handelte (2:1). Denn die Partie war viel mehr die von vielen anvisierte Rückkehr der Zuschauer ins Stadion. „Das ist doch auch für die Spieler wichtig. Es hat jeder gemerkt, wie sehr die Fans gefehlt haben.“
4.500 Unioner bekamen 187 Tage nach dem letzten Auftritt vor Zuschauern Zutritt zur Alten Försterei. Über ein Losverfahren waren sie ausgewählt worden und hatten die Möglichkeit bekommen, ein Ticket zu erwerben. „Dass es tatsächlich nur so wenige waren, hat sich nicht so angefühlt“, sagt Malinowski, der damit auch die Rückkehr der Stimmung ins Stadion feierte. Dafür, dass es um nichts ging, sei diese in Ordnung gewesen.

Konsequente Hygienevorschriften

Vieles sei dennoch anders als noch vor Monaten gewesen. Mit personalisierten Karten hatten die Fans vor der Begegnung bestimmte Eingänge zugewiesen bekommen. „Jeder musste auch einen Ausweis mit Lichtbild dabei haben. Nur am Platz durften wir dann die Masken abnehmen“, so der Kremmener, der offenlässt, wann er wieder in der Alten Försterei dabei sein wird. „Das war jetzt leider wohl meine einzige Chance. Ich habe keine Dauerkarte. Deshalb hat mein Herz ganz schön geblutet, als ich aus dem Stadion wieder raus musste.“