Fußball
: 45 Minuten Ehrfurcht: Oberkrämer verliert im Pokal

Der Titelverteidiger unterliegt im Duell der Landesklasse-Aufsteiger mit 2:3 (1:3) gegen Einheit Zepernick und scheidet im Pokal-Viertelfinale aus.
Von
Steffen Kretschmer
Vehlefanz
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Stark in der Luft: Zepernicks Neuzugang Kevin Maek (beim Kopfball)

Steffen Kretschmer

Vor allem vor der Pause hatte der Gastgeber die von Czerwionka angesprochenen Schwierigkeiten. Zwar ging Oberkrämer im Duell der beiden Landesklasse-Aufsteiger durch Sebastian Hauck in Führung (14.), doch Lesley Park (22.), Philip Opitz (37.) und Kevin Maek (41.) drehten mit ihren Toren die Partie.

Vor allem der Torschütze zum 1:3 war vom SVO kaum in den Griff zu bekommen. Kevin Maek, Neuzugang mit der Empfehlung von 101 Spielen in der 3. Liga, überzeugte am Boden und vor allem in den Luftduellen. Zepernicks Trainer Lucio Geral hatte das Aufgabengebiet des gelernten Innenverteidigers in die Spitze verlagert und sollte mit dieser Entscheidung Recht behalten.

Mit „endlich wieder Fußball spielen“ kommentierte Maek nach Abpfiff die Partie. Er gab aber auch zu, erst wieder reinkommen zu müssen.  „Wenn man vier Monate kein Spiel machen kann, kommt man schon aus den Situationen raus, die man eigentlich als normal kennt. Beispielsweise, wann und wie man aufdrehen muss. Das kommt jetzt nach und nach wieder. Wir haben trotzdem in der ersten Halbzeit ein super Spiel gemacht. Danach war es ein bisschen mehr Kampf. Wir hatten es in der Halbzeit angesprochen, dass Oberkrämer nochmal alles versuchen wird. Das hat unser Gegner getan, das war zu sehen. Trotz alledem haben wir unseren Faden und auch zu viele Bälle verloren sowie zu viele leichte Fehler gemacht“, sagte Maek.

So wurde es nach einer recht deutlichen Pausenführung tatsächlich noch einmal eng für die Gäste. Der Freistoßtreffer von Philip Pfefferkorn zum 2:3 (51.) setzte beim SVO noch einmal Kräfte frei. Mit etwas mehr Glück im Abschluss, wäre sogar noch der Ausgleich möglich gewesen.

„In der Summe hatten wir aber die bessere Spielanlage und mehr klare Torchancen. Damit haben wir uns zu Recht für die nächste Runde Qualifiziert. Meine Jungs haben die Reifeprüfung hier bestanden“, sagte ein glücklicher Lucio Geral. Der Zepernicker Coach sei mit allem zufrieden, und das auch, „weil wir nicht mal zwei Wochen im Training sind“.

Und jetzt? Was ist von dem im Vergleich zur Vorsaison personell deutlich verstärkten Team aus dem Barnim zu erwarten? Geral: „Im Spiel gegen Oberkrämer war Spannung drin, die Zuschauer hatten Lust und die Region ist gespannt darauf, was bei uns passiert. Wenn man die Gespräche mitbekommt und die Leute einen immer ein wenig sticheln, dann sind wir dem im Pokal gerecht geworden. Wir haben in Ansätzen gezeigt, welches Potenzial in der Mannschaft steckt.“

Deshalb soll es auch im Pokal nach Möglichkeit noch um einiges weiter gehen. „In den vergangenen Jahren war es in Zepernick immer so, dass dieser Wettbewerb nicht wichtig war. Für mich ist er es aber. Ich möchte zwingend in den Landespokal. Wer deshalb jetzt kommt, ist für mich nicht ganz so wichtig. Ich will mit dem Team in das Kreispokalendspiel.“

Auch Thomas Czerwionka traut dem Kontrahenten noch viel zu. Oberkrämers Coach sieht in Zepernick sogar einen Favoriten in der Landesklasse-Meisterschaft. „Bei Jungs wie Kevin Maek sieht man einfach, dass sie mal höherklassig gespielt haben. Aber auch wir müssen uns in dieser Spielklasse nicht verstecken.“