Fußball
: Pokalspiel in Leegebruch ohne Zuschauer

Erstmals seit März finden Pflichtspiele in Oberhavel statt. Die Gemeinde Leegebruch sorgt für ein Geisterspiel.
Von
Stefan Zwahr
Leegebruch
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Im Mai 2019 verlor Blau-Weiß Leegebruch gegen den TuS 1896 Sachsenhausen II mit 2:3.

Moritz Franke

Die Vorfreunde in Leegebruch ist seit Dienstagmittag getrübt. das Duell mit dem TuS 1896 Sachsenhausen II wird zum Geisterspiel. „Wir haben von der Gemeinde die Information bekommen, dass unter Ausschluss der Öffentlichkeit gespielt werden muss“, teilte Hendryk Krenz, 2. Vorsitzender der gastgebenden SG Blau–Weiß mit. „Gut finden wir es nicht, können es aber nicht ändern und akzeptieren es.“

Überbringer der schlechten Nachricht war der stellvertretende Bürgermeister Norman Kabuß. Als Betreiber der Sportanlage sei die Gemeinde in Corona–Zeiten verpflichtet, ein Schutz– und Hygienekonzept zu erstellen. „Dieses regelt auch das Vorgehen im Spielbetrieb. Eine Maßnahme ist, dass Zuschauer nicht zugelassen sind.“ Per Gesetz sei man verpflichtet, das Konzept nun umzusetzen.

Wenn Vereinschef René Birkner betont, sehr traurig zu sein, „da sicher einige Zuschauer gekommen wären und uns nun Einnahmen verloren gehen“, kann Kabuß das nachvollziehen. Es herrsche jedoch eine besondere Situation. Dass es für Irritationen sorgt, dass am Sonnabend wenige Kilometer von Leegebruch entfernt vor Zuschauern gespielt wird, kann der Amtsleiter nachvollziehen.  "Die Sportplätze können aber nicht miteinander verglichen werden. Unsere Anlage gibt das nicht her.“

Wenngleich Birkner in diesem Punkt anderer Meinung ist ("Die Anlage wäre groß genug, um den Abstand einhalten zu können"), ist sein Stellvertreter zufrieden, dass überhaupt gespielt werden kann. „Die Gemeinde ist uns entgegen gekommen.“ Damit spricht Hendryk Krenz an, dass Spieler und Schiedsrichter per Sonderauflage den Kabinentrakt nutzen dürfen. Im Trainingsalltag ist das nicht möglich.