Fußball: Umworbene Talente bleiben bei Grün-Weiß Bergfelde
Bis es jedoch so weit ist, herrscht bei Grün-Weiß Ruhe. Aus Trainer-Sicht angenehme Ruhe. Denn Umbauarbeiten im Kader sind bei den Bergfeldern nicht notwendig. "Hektik gibt es deshalb nicht“, sagt Burak Benli, der die Personalsituation als „einfach“ beschreibt. „Es bleiben fast alle. Nur Christian Schötz wird aufhören.“ Einige andere hätten zudem signalisiert, dass sie möglicherweise künftig kürzertreten werden. Benli: „Für uns ist das eine Luxus-Situation. Wir sind sorgenfrei und auf allen Positionen doppelt besetzt.“
Gutes Zeichen für den Verein
Möglich machen das in Bergfelde viele junge Spieler, die zu Beginn der vergangenen Spielzeit in den Männerbereich hochgezogen wurden. Sie hätten ihre Aufgabe auf Anhieb gut erledigt, sagt Burak Benli. „Für sie ist es leider richtig schade, dass ihnen nach dem Abbruch der Saison ein halbes Jahr fehlt.“ Sie würden in der kommenden Serie zwar nicht bei Null starten, ihre Entwicklung jedoch erst nach einer langen Pause fortsetzen können.
Die jüngere Generation hat beim SV Grün-Weiß Bergfelde dennoch sofort Verantwortung übernommen. Deshalb ist es wichtig für Trainer Burak Benli, dass auch diese Spieler bleiben. Denn, dass Spieler aus seinem Kader das Interesse anderer Vereine geweckt haben, dem ist sich der Coach bewusst. Allen voran Timm Ole Fiedler, der zuletzt in 13 Kreisoberliga-Spielen sieben Treffer erzielen konnte. „Er hat Angebote bekommen. Das ist normal“, so Benli, der das Talent genau auf diese Situation einstimmte. „Wir haben ihn darauf vorbereitet. Timm Ole ist ein sehr smarter junger Mann, der damit gut umgehen kann und auch weiß, was er an uns hat.“ Der Trainer will die positiven Signale der früheren Jugendspieler jedoch im Allgemeinen verstanden wissen. „Dass niemand uns verlässt, zeigt, dass wir gut mit ihnen arbeiten.“
Umzug in der Vorbereitung
Damit steht fest, dass Grün-Weiß in drei Wochen mit einem nahezu unveränderten Personal die Vorbereitung aufnehmen wird. Dass dies wieder auswärts geschehen muss, daran haben sich die Bergfelder längst gewöhnt. Der neue Sportpark soll 2022 fertiggestellt sein. Um den eigenen Rasenplatz zu schonen, wird der Kreisoberligist, wie schon im Winter, wieder auf den Rathausplatz in Hohen Neuendorf sowie nach Mühlenbeck ausweichen.

